Forscher erschaffen einen künstlichen Zahn

Mit einer neuen Methode haben ETH-Forscher einen künstlichen Zahn erschaffen, der bezüglich Aufbau und Härte dem Original sehr nahe kommt. Mit der patentierten Technik liessen sich auch Elektronikbausteine herstellen.

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Mit einer neuen Methode haben ETH-Forscher einen künstlichen Zahn erschaffen, der bezüglich Aufbau und Härte dem Original sehr nahe kommt. Mit der patentierten Technik liessen sich auch Elektronikbausteine herstellen.

Dazu verwendeten die Forscher um André Studart, Professor für komplexe Materialien an der ETH Zürich, winzige, magnetisierte Mikroplättchen aus Aluminiumoxid, wie sie im Fachjournal «Nature Materials» berichten. Für den harten Zahnschmelz fügten sie noch Glaspartikel hinzu. Diese Suspension giesst man in einen Gipsabdruck eines beliebigen Objekts. Die Poren der Gipsform saugen den flüssigen Anteil der Suspension auf und das Material verfestigt sich von aussen nach innen. Einen schichtartigen Aufbau erlangt man durch das Anlegen eines Magnetfelds während des Giessens. Die Struktur wird dann bei 1600 Grad Celsius «gebrannt» und die Poren zum Schluss mit einem in der Zahnmedizin verwendeten Kunststoff aufgefüllt.

Damit sei der Nachweis gelungen, dass sich die natürliche Feinstruktur eines Zahnes im Labor nachbilden lasse, so Studart. Für einen Einsatz als Zahnersatz müsse man das Aussehen jedoch «stark optimieren». (sda)