Fledermäuse vor Rotoren schützen

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Energie Stromproduktion durch Windkraft boomt, jedoch nicht ohne Konsequenzen: Vögel und Fledermäuse laufen Gefahr, mit den riesigen Rotorblättern zu kollidieren, deren Geschwindigkeit an ihren Enden über 300 km/h erreichen kann. Eine Forschungsgruppe des Instituts für Ökologie und Evolution der Universität Bern zeigt nun, dass Fledermäuse geschont werden könnten, wenn man die Rotoren der Windanlage erst ab einer Wind-Geschwindigkeit von fünf Metern pro Sekunde in Gang setzt.

Bei stärkerem Wind meiden die meisten Fledermausarten die kritischen Rotorhöhen von 50 bis 150 Meter über dem Boden. Stellt man die Rotoren bei niedrigen, sowieso nicht ergiebigen Windgeschwindigkeiten ab, wird das Kollisionsrisiko von Fledermäusen mit den Rotoren somit um 95 Prozent reduziert. Eine wirkungsvolle Massnahme. (kn.)