FLAWIL: Betrunken gegen fahrenden Zug gerannt und mit Auto nach Hause gefahren

Ein 47-Jähriger rannte im Sommer 2015 nach einem Streit mit seiner Ehefrau absichtlich gegen einen Zug. Danach fuhr er mit 1,1 Promille, einem gebrochenen Fuss und Kopfverletzungen nach Hause. Dafür gab es nun eine bedingte Geldstrafe und eine Busse.

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Nachdem er in Algetshausen gegen einen fahrenden Zug gerannt war, fuhr der 47-Jährige mit gebrochenem Fuss und Kopfverletzungen betrunken nach Hause. (Bild: Archiv)

Nachdem er in Algetshausen gegen einen fahrenden Zug gerannt war, fuhr der 47-Jährige mit gebrochenem Fuss und Kopfverletzungen betrunken nach Hause. (Bild: Archiv)

Die Meldung des geschockten Lokführers löste damals einen Grosseinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettung aus: Ein Mann war am Bahnhof Algetshausen gegen einen fahrenden Zug gerannt. Danach stieg er mit gebrochenem Fuss, Kopfverletzungen und 1,1 Promille Blutalkohol in seinen Wagen und fuhr zurück zu seiner Ehefrau, mit der er sich vor dem Vorfall gestritten hatte.

Am Dienstag musste sich der 47-Jährige vor dem Kreisgericht Wil verantworten. An den Auslöser für die waghalsige Aktion konnte oder wollte er sich nicht mehr erinnern, genauso wenig an die Autofahrt: "Ich muss unter Schock gestanden haben. Erinnerungen an die Autofahrt habe ich keine", zitiert ihn "20 Minuten".

Das Kreisgericht Wil verurteilte den Mann für die Blaufahrt mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 60 Franken. Ausserdem gab es eine Busse von 500 Franken. Vom Vorwurf der Störung des Eisenbahnverkehrs wurde er freigesprochen. (red.)