Felle: Auf alle Fälle vegan

Wir essen vegan. Wir leben vegan. Vegan ist das Schlagwort für eine gesunde und tierschützende Lebensweise. Daher werden synthetische Pelze nun auch vegan genannt. Die Botschaft ist deutlich: «Meidet Produkte tierischen Ursprungs beim Essen und Kleiden.»

Yvonne Forster
Drucken
Teilen

Wir essen vegan. Wir leben vegan. Vegan ist das Schlagwort für eine gesunde und tierschützende Lebensweise. Daher werden synthetische Pelze nun auch vegan genannt. Die Botschaft ist deutlich: «Meidet Produkte tierischen Ursprungs beim Essen und Kleiden.»

Gerade diese Saison ist die Versuchung gross, sich an einem echten Pelz zu «vergreifen». Denn man kann sie kaum übersehen, die vielen flauschigen und gefärbten Felle an langen Gilets, Mänteln, Jacken, Kragen, Taschen und Stolen in den Zeitschriften und Schaufenstern. Die 70er-Jahre haben die Mode fest im Griff. Und zu diesem Trend gehört nun mal irgend ein hippiges Stück Fell: eine kragenlose Gilet-Weste aus verschieden farbigen Pelzstreifen zum Beispiel. Dazu passt eine weite Schlaghose.

Zum Glück gibt es diesen Winter Felle für alle Fälle aus Kunstpelz auf höchstem Qualitätsniveau. Beim Kauf eines solchen veganen Stückes geht es nachher nicht nur dem Gewissen besser, auch der Geldbeutel wird geschont. Bei Zara findet man einen Fellmantel in Nerz- oder Fuchs-Optik für rund 100 Franken. Bei H&M kostet ein Fake-Fur-Mantel aus buntem Patchwork 149 Franken. Kunstpelz lässt sich so herstellen, dass er dem tierischen Fell zum Verwechseln ähnlich sieht. Jetzt darf er aber durchaus synthetisch aussehen: Poppig gefärbt, gekraust oder langhaarig, in Flicken zusammengenäht und in jedem Fall unbeschwert fröhlich. Und Hauptsache vegan!