FASHION WEEK: Akris ist zurück in Paris

Der St.Galler Modedesigner Albert Kriemler hat im Pariser Palais de Tokyo seine Herbst-/Winterkollektion 2017/18 für Akris gezeigt. Die Hauptrolle spielen Mantel und Tasche – in luxuriösen, schmeichelnden Variationen.

Odilia Hiller
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Der kanadische Fotokünstler Rodney Graham, dessen Werke die Galerie Hauser und Wirth in Zürich zurzeit zeigt, hat Kriemler unter anderem auch zu witzigen Fotodrucken inspiriert. (Bild: pd)

Der kanadische Fotokünstler Rodney Graham, dessen Werke die Galerie Hauser und Wirth in Zürich zurzeit zeigt, hat Kriemler unter anderem auch zu witzigen Fotodrucken inspiriert. (Bild: pd)

Nach dem Abstecher an die Fashion Week in New York vom vergangenen Herbst ist das St.Galler Modelabel Akris mit seiner neuen Kollektion an die Pariser Modewoche zurückgekehrt. Allerdings nicht an denselben Ort. Während der letzten vier Jahre waren das Grand Palais sowie der "Slot“ am Sonntag um 18 Uhr die Fixpunkte gewesen.

Nun war es auf Wunsch des Designers Zeit für etwas Neues: Im Palais de Tokyo, dessen Museum moderne und zeitgenössische Kunst beherbergt, fand die Schau zwei Stunden früher als sonst und bei Tageslicht statt. Hohe Fenster und ein geschwungener Raum sind der neue Rahmen für Kriemlers Präsentation des Akris-Schneiderhandwerks auf höchstem Niveau.

Der Termin um 16 Uhr lässt den angereisten Chefredaktorinnen, Einkäuferinnen und sonstigen "Fashion Influencers“ nach der Akris-Schau mehr Zeit, sich den Vorbereitungen für die vielen Abendveranstaltungen der Fashion Week zuzuwenden.

Als Thema hat Kriemler für seine Herbst-/Winterkollektion 2017/18 "Eine Frau mit Mantel und Tasche“ gewählt. So schlicht das tönt, so vielschichtig ist seine Interpretation. "Der Mantel ist eines der wichtigsten Kleidungsstücke der Frau“, sagt Kriemler. Häufig prägt dieser den ersten Eindruck ihres Auftritts, sei es tagsüber oder abends. Im Unterschied zur Jacke hat der Mantel, so Kriemler, etwas "Ganzes“ an sich.

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So präsentiert er Mäntel und Taschen in allen Ausführungen und Silhouetten: Kaschmir, Leder, Samt, Chiffon und Lurex fliessen mal mit mehr, mal mit weniger Volumen um den weiblichen Körper. Dieser will im Winter vor kühlen Temperaturen geschützt werden – in den Farben Blau, Grau, Schwarz, Weiss, Violett oder auch mal Pink. Die Mäntel haben beim St.Galler jede erdenkliche Länge und überzeugen nebst den feinen Materialien mit perfekter Verarbeitung und vielen Details: integrierte Schals, bedruckte Futter, Materialmix, Karos oder asymmetrische Schnitte.

Der im Palais de Tokyo anwesende kanadische Fotokünstler Rodney Graham, dessen Werke die Galerie Hauser und Wirth in Zürich zurzeit zeigt, hat Kriemler unter anderem auch zu witzigen Fotodrucken inspiriert. Das Schlussbouquet der Schau bilden sechs Mäntel, auf deren Rückseite sich der Künstler gerade einen Mantel anzieht. Wie in einem grossen Daumenkino. So macht es Freude sich zu verhüllen – und gemeinsam unterwegs zu sein.