Explosion: Verletzte beim Grill-Fest am Zürcher Sechseläuten

Der letzte von Heinz Wahrenberger präparierte Böögg hat den Besuchern des Zürcher Sechseläutens kein Glück gebracht: Zunächst verlor der Schneemann erst nach 20 Minuten den Kopf, danach detonierte in der Glut des abgebrannten Scheiterhaufens ein Knallkörper und verletzte acht Personen.

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Ein Mann trägt die Glut auf einer Schaufel nach dem traditionellen Sechseläuten. (Bild: Keystone)

Ein Mann trägt die Glut auf einer Schaufel nach dem traditionellen Sechseläuten. (Bild: Keystone)

Zur Tradition des Sechseläutens gehört das Grillieren nach der Böögg-Verbrennung. Mit Schaufeln wird jeweils aus dem Scheiterhaufen Glut entnommen, um danach auf separaten Grillstellen Würste und Steaks zu grillieren.

Dieser Grillplausch wurde kurz nach 20 Uhr durch eine explodierende Knallpetarde jäh unterbrochen, wie die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mitteilte. Mehrere Personen, die sich in der Nähe der Glut des Scheiterhaufens aufgehalten hatten, wurden durch herumfliegende Teile verletzt und mussten sich ärztlich behandeln lassen.

Zwei Frauen, ein Mann und ein 11-jähriger Knabe wurden zur genaueren Untersuchung ins Spital gebracht, konnten dieses aber nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Bei fünf Personen liege der Verdacht einer Gehörschädigung vor, heisst es in der Mitteilung.

Die Stadtpolizei klärt nun ab, wieso es zur Detonation kommen konnte. Vermutet wird, dass nachträglich ein Knallkörper explodierte, der bei der offiziellen Böögg-Verbrennung nicht losgegangen war.

Der Schneemann auf dem Scheiterhaufen wurde dieses Jahr zum letzten Mal vom 76-jährigen Heinz Wahrenberger gebaut. Für seinen 50. Böögg hatte er sich etwas Besonderes einfallen lassen. Der Schneemann trug anstelle des traditionelle Korbes eine Krone auf dem Kopf.

Explodiert war der Kopf des Bööggs dieses Jahr erst nach 20 Minuten und 39 Sekunden. Damit - so besagt es der Volksmund - soll es einen ziemlich miesen Sommer geben. (sda)