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Es bleibt weiter beim Namen Agassizhorn

Über neun Jahre lang hat sich Hans Fässler dafür engagiert, dass ein Schweizer Berg einen neuen Namen bekommt. Nun zieht er mit seinem Komitee Démonter Louis Agassiz einen «vorläufigen» Schlussstrich.

Über neun Jahre lang hat sich Hans Fässler dafür engagiert, dass ein Schweizer Berg einen neuen Namen bekommt. Nun zieht er mit seinem Komitee Démonter Louis Agassiz einen «vorläufigen» Schlussstrich. Mit seinen Recherchen und einer vielbeachteten Ausstellung (unter anderem in Grindelwald, Teufen und St. Gallen zu sehen) hatte Fässler nachgewiesen, dass der Namensgeber des Agassizhorns, eines Gipfels auf der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis, den Namen «eines der bedeutendsten Rassisten des 19. Jahrhunderts» trägt, der «ein Vordenker des Rassenwahns der Nazis war».

Bundesrätliche Unterstützung

Hans Fässler appellierte darum, den Berg in Rentyhorn um zu nennen – nach einem kongolesischen Sklaven. Das Komitee zeigte sich aber auch für andere Namensvorschläge offen.

Auch der Bundesrat hatte sich zu Louis Agassiz geäussert. Hans Fässler zitiert in seiner Medienmitteilung aus der Interpellationsantwort des Bundesrats, wonach es «der Bundesrat begrüssen würde, wenn sich die zuständigen Gemeinden zu weiterführenden Schritten bewegen lassen».

Nicht zur Korrektur bereit

Der letzte Versuch des Komitees ist ein im März von zahlreichen Schweizer Prominenten unterzeichneter Brief. Doch die drei Gemeinden, die dieser Namensänderung zustimmen müssten, bleiben beim Agassizhorn: «Wir sehen davon ab, das Denken vor 200 Jahren aus heutiger Sicht zu beurteilen und zu korrigieren», heisst es aus Grindelwald, Guttannen und Fieschertal.

Grundsätzlich aufgeben will Hans Fässler jedoch nicht: «Das Komitee wird seine Aufklärungsarbeit an Orten und Institutionen fortsetzen, die Gewähr für eine gewisse Lernfähigkeit und Humanität haben», heisst es in der Schlusserklärung. (pd/as)

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