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Erleuchtung am Ganges? Ein Mörder am Everest

Lesbar Krimi

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Daniel Badraun: Krähenyeti, Gmeiner, 285 S., Fr. 22.–

Mettler wieder. Dieser Loser, wie Mona meint. Sie hat ihn vor zwei Jahren, im Krimi «Muschelgaul», rausgeschmissen. Jetzt erwischt Mettler sie mit Reto Müller, seinem windigen Freund, der ihm wenigstens hie und da einen Job vermittelt. Claudio Mettler haut ab aus St. Moritz, Indien soll ihm Ruhe bringen. Aber auch da findet er nicht immer den geliebten, richtigen Tee. Und statt Erleuchtung in Varanasi springt ihn eine Idee an, ein Tourismuskonzept mit neuen Ideen fürs Engadin. Und Geld für ihn. Müller springt auf, Mettler fliegt heim. Aber da wollen ihm lauter fremde Leute den Aktenkoffer mit dem Konzept abjagen. Immer verwirrender wird Daniel Badrauns Geschichte «Krähenyeti» nach etwas gar viel Indienkolorit. Der Krimi nimmt Tempo auf, die Allianzen zwischen den Beteiligten wechselnd dauernd. Und auf den letzten Seiten, als Claudio Mettler eine Handvoll Psychiater und Patienten – unter ihnen Mona – in Müllers Auftrag zum Everest Base Camp führt, wird die Spannung fast unerträglich. Geschickt hat sie der aus dem Samedan stammende Thurgauer Schriftsteller aufgebaut. Die Hauptfiguren sind gut gezeichnet, herrlich der Kontrast zwischen Müller und Mettler. Glaubwürdig flicht Badraun das Thema Kinderhandel in den Roman, und ihm gelingt ein süsser Schluss.

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Uta-Maria Heim: Toskanische Beichte, Gmeiner, 352 S., Fr. 23.–

Der Mörder ist immer die Kirche

Uta-Maria Heim legt mit «Toskanische Beichte» ihren sechsten Kriminalroman bei Gmeiner vor. Sie schlägt eine Brücke zwischen Konstanz und dem Badeort Porto Santo Stefano in der Toskana; zwischen Justus Fischer, Pfarrer der Katharinengemeinde in Konstanz, und «la tedesca» Giulia, die mit ihrem Mann Roberto ein Restaurant führt. Da macht Fischer Camperferien mit seinen Grosseltern und seiner behinderten Schwester Sarah. Am Strand finden Giulia und Fischer eine abgehackte Hand, dann werden zwei Leichen an den Strand gespült. Nicht die Mafia scheint dahinterzustecken, sondern eine Basiskirche, der Fischer langsam auf die Spur kommt. War da nicht von Mord die Rede gewesen auf dem Handy, das er im Beichtstuhl gefunden und abgehört hatte? Eine reichlich verwickelte Geschichte breitet Heim aus, etwas weitschweifig erzählt, aber mit leisem Humor und träfen Dialogen.

Dieter Langhart

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