Engagierte Kunst oder Leichenschändung

Und das noch

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Ein Gemälde, das ein Foto mit der Leiche des 1955 bei einem Lynchmord getöteten 14-jährigen Afroamerikaners Emmett Till benutzt, führt in New York zu hitzigen Diskussionen. Der Jugendliche war ermordet worden, weil er einer weissen Frau nachgepfiffen hatte. Die weisse Künstlerin Dana Schulz hat Tills Gesicht nachempfunden. Mehr als 30 Künstler protestierten mit einem offenen Brief. Es sei ­inakzeptabel, dass «ein weisser Mensch das schwarze Leid in Profit und Spass verwandelt.» Das Whitney-Museum zeigt sich unbeeindruckt: Kunst müsse auch schmerzhafte Themen wie Gewalt und Rassismus verarbeiten können. (hak)