Elektrisch tanken bald nicht mehr gratis

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Die Anzahl an Elektroautos erhöht sich nur langsam. Das könnte sich ändern, weil die Infrastruktur wächst, will heissen immer mehr Ladestationen zur Verfügung stehen. Die Stadt St. Gallen betreibt gemäss Romano Ingold von den Stadtwerken etwa 25 Ladepunkte mit verschieden leistungsfähigen «Zapfsäulen».

Die Stadtwerke sind Teil eines wachsenden Netzwerkes namens Ost-Mobil zu dem Elektroversorger, Elektromobilitätsprovider, Autogaragen und KMU gehören. Ost-Mobil ist Teil der europäischen Plattform «easy4you», dessen Netz an Elektro-Ladestationen stetig wächst. Noch sei das nicht perfekt, sagt Ingold. Nur Elektroautos mit grossen Reichweiten wie ein Tesla können sich einigermassen problemlos in Europa bewegen. Kleinere Elektroautos eignen sich dagegen nur für den Regionalverkehr. Romano Ingold erwartet, was den Ausbau der Infrastruktur angeht, aber einen grossen Schub in den nächsten drei bis vier Jahren. Tatsächlich haben viele Hersteller eine breite Palette an E-Mobilen in der Pipeline, was auch den Ausbau des Ladenetzes vorantreiben wird. Und Opel bringt mit dem Ampera-e ein günstiges E-Auto auf den Markt, das eine Reichweite wie ein Tesla hat.

Das Stromtanken ist einfach und an manchen Stationen zur Zeit sogar noch gratis. Allerdings nicht mehr für lange. «Strom ist wertvoll, den kann man nicht verschenken», sagt Romano Ingold. Beim Stromtanken gibt es drei Möglichkeiten. Wer Mitglied von Ost-Mobil ist, bekommt für 49 Franken Jahresgebühr eine Karte, mit der sich unterwegs tanken lässt zu einem Preis von 35 Rappen pro Kilowattstunde und einer Startgebühr von einem Franken. Kunden fremder Stromanbieter zahlen 12 Rappen pro Minute und eine Startgebühr von 5 Franken. Drittens kann an den Stationen auch per Kreditkarte bezahlt werden, was 12 Franken pro Stunde kostet.

Bruno Knellwolf

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