Eiskaltes und Heissblütiges im Dschungel

Nach einer lauen Runde 2015 hat das RTL-Dschungelcamp diesmal wieder mehr Saft: Streit, Tränen, ein misslungener Kuss und Lästereien à gogo beschäftigen die einsitzenden «Promis».

Odilia Hiller
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Nach einer lauen Runde 2015 hat das RTL-Dschungelcamp diesmal wieder mehr Saft: Streit, Tränen, ein misslungener Kuss und Lästereien à gogo beschäftigen die einsitzenden «Promis». Das Abweichende und Absurde – von den Machern wie immer liebevoll und grausam in Szene gesetzt – fesselt und ekelt Abend für Abend Millionen Voyeure vor den Bildschirmen.

Besonders grotesk in diesem Jahr: Die grossen Emotionen brechen, meist aus läppischem Anlass, vor allem aus den Männern. Aus den Augen von Kampfmaschine Thorsten Legat, Gute-Laune-Schlange Ricky oder Menderes, dem höflichsten Deutschtürken aller Zeiten, tropfen literweise Tränen. Dummerweise hat Ricky seine Freakshow als Strahlemann, Aggrobrüller und Mobbingopfer die Krone bereits gekostet. Für Legat und Menderes besteht noch Hoffnung – sofern sie es schaffen, die Mischung aus Machismo, Zerbrechlichkeit und Irrsinn bis Samstag auf einigermassen geniessbarem Niveau zu halten.

Ganz anders die Frauen. Frisur-Albtraum Helena Fürst und Schnarchnase Nathalie Volk verströmen unter der australischen Sonne die menschliche Wärme eines Kübels Eiswasser. Sophia Wollersheim gibt die kühle Blonde und schafft es ganz nebenbei, mit Körbchengrösse K die einzige zu sein, die einen geraden deutschen Satz zustande bringt. Soziologisch gesehen, alles ungemein faszinierend. Wen interessieren da noch Kakerlaken und Känguruhoden.

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