Einmal morgens, einmal abends

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Ratschläge «Das Internet muss weg», fordert der Blogger Schlecky Silberstein – und weiss zugleich, dass das gar nicht geht. «Ohne Internet lässt sich heutzutage weder studieren noch Geschäfte machen.» Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die man seiner Ansicht nach tun kann:

– Das Gehirn ist gierig, doch seine Kapazität ist begrenzt. Und gleichzeitig prasselt aus dem Internet eine Informationslawine auf uns ein. Schlecky Silberstein rät deshalb: «Schonen Sie sich. Die regenerative Kraft des Nichtstuns und der Langeweile könnte der Schlüssel zu einem Leben sein, das nicht durch ein Gefühl der permanenten Getriebenheit bestimmt wird.»

– Eine Konsequenz daraus: «Meine gesamte elektronische Kommunikation wird einmal morgens und einmal abends abgewickelt, dazwischen bin ich offiziell offline.» Was klinge wie soziales ­Harakiri, habe ihn in den letzten fünf Jahren noch nie etwas verpassen lassen. Denn: «Die Chance Ihres Lebens wird sich nicht innerhalb von sechs Stunden in nichts auflösen.»

– Geht man ins Internet, muss man eines wissen: «Alles, was Sie online teilen, kann gegen Sie verwendet werden.» Deshalb: «Je weniger Daten Sie preisgeben, desto sicherer leben Sie, was auch immer passiert.» Auf beruhigende Worte sollte man lieber nichts geben. Denn: «Sie können heute noch gar nicht wissen, aus welchen Daten Ihnen in zwanzig Jahren ein personalisierter Strick gedreht werden kann.»

– Vertrauen entsteht nur zwischen Menschen. Suchen Sie also lieber das Vieraugengespräch als die digitale Kommunikation. (R.A.)