Eine Fülle an Action

In einem dicken Buch fasst der Thurgauer Bauingenieur Urs Brosy die Freizeitaktivitäten in der Ostschweiz zusammen. Dabei scheut er nicht vor Bewertungen zurück.

Bruno Knellwolf
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Der Autor Urs Brosy schreibt gleich auf den ersten Seiten des «Ostschweizer Freizeitbuchs», was sein Buch nicht ist: kein Kultur-Lexikon, kein Restaurant-Guide und auch kein Nightlife-Führer. Ansonsten ist darin aber fast alles zu finden, was man in den Zusammenhang mit der Freizeitgestaltung in der Ostschweiz bringen kann.

Erlebnisse in 14 Regionen

Mindestens zehn einzelne Bücher stecken in diesem einen, in dem Brosy zusammenfasst, was er in den letzten zwanzig Jahren in der Ostschweiz an Attraktionen und Erlebnissen besucht hat. So legt er eine Fülle an Ideen für eine aktive Freizeitgestaltung im grossen Gebiet zwischen Tösstal und Toggenburg sowie Rhein und Bodensee vor. Die Abgrenzung der 14 Regionen, die Brosy beschreibt, hat er willkürlich gewählt, sie erscheint dem Thurgauer Bauingenieur aber logisch. Die Region «Rhein» umfasst zum Beispiel alle Aktivitäten zwischen Stein am Rhein und Eglisau, weil der Fluss dieser Gegend seinen Stempel aufdrücke, wie Brosy schreibt.

Ohne Anmeldung

Sein Hauptaugenmerk gilt Aktivitäten, die alleine oder in Gruppen erkundet werden können, am liebsten ohne Anmeldung und zu geringen Kosten. Die Palette ist riesig: Sie beginnt bei Spazierwegen, geht über Themenwege, Feuerstellen, Burgen, Höhlen, Museen bis zu Schneeschuhtouren und Winterwanderwegen. Beschrieben werden in der Regel das Ausflugsziel, die Frequenzen der Besucherzahlen, Restaurants, die Art der Erlebnisse, die Anfahrtswege. Dazu gehört ein geographischer Beschrieb mit einer Karte und Bildern des Ausflugsziels.

Action bis Familientauglichkeit

Nicht nehmen lässt sich Brosy in seinem 544 Seiten dicken Buch – mit DVD – zudem eine Bewertung der Attraktionen. Die Einstufung ist in fünf Kategorien gegliedert; A für Action, E für Erfahrungen, S für Schweiss, R für Ruhe und Regeneration sowie F für Familientauglichkeit. Die Benotung geht von 1 bis 10.

Die Höchstnote 10 in der Familientauglichkeit erhalten zum Beispiel der Freizeitpark Atzmännig, der Säntisgipfel, der Walter-Zoo, das Silvesterklausen und der Eggen-Höhenwanderweg. Beim Schweiss gibt es selten die Höchstnote: Das Klettern im Alpstein hat sie verdient sowie alle Blau-Weiss-Bergwege, die man ein bisschen erklettern muss, wie beispielsweise der 3. und 4. Kreuzberg.

Schneehöhlenbau

Nur im Winter möglich ist der von Urs Brosy beschriebene Schneehöhlenbau, den er am Churfirstenfuss, auf der Schwägalp und am Schnebelhorn empfiehlt. «Einen schönen Hang suchen und dann buddeln, bis man entspannt liegen und übernachten kann», schreibt Brosy. Im Moment fehlt nur noch der Schnee.

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