«Ein warmherziger, inspirierender Mensch»

«Was für ein liebenswürdiger Mensch und Kollege. Dimitri hat den Clown auf die Theaterbühne zurückgebracht, und dann ist es ihm gelungen, sich als Theaterclown die Manege des Circus Knie zu eröffnen. Wir waren als Schüler in einem Sportlager in Tenero. Da sah ich ein Plakat von Dimitri.

Pic, Clown
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«Was für ein liebenswürdiger Mensch und Kollege. Dimitri hat den Clown auf die Theaterbühne zurückgebracht, und dann ist es ihm gelungen, sich als Theaterclown die Manege des Circus Knie zu eröffnen. Wir waren als Schüler in einem Sportlager in Tenero. Da sah ich ein Plakat von Dimitri. Er spielte damals in einem Kellertheater in Ascona. Am Abend machte ich mich aus dem Staub, zu Dimitri. Während der Vorstellung gab es einen ganz besonderen magischen Moment: Die Zeit stand still. Es entstand eine Verbindung zwischen Akteur und Publikum, ja eine Verschmelzung, vier, fünf Sekunden, unglaublich.

Ich bin traurig.»

«Dimitri war ein warmherziger, inspirierender Mensch und einer der bedeutendsten Bühnenkünstler der Schweiz. Er hat uns eindrücklich gezeigt, was Kleinkunst ist: nämlich grosse Kunst mit bescheidenem Gestus. Die Schweiz wird seine Poesie und seine Kunst, die Menschen zum Lachen zu bringen, vermissen. Er hat uns alle beglückt.»

«Ich konnte es nicht glauben, wollte es nicht wahrhaben. Ich habe mich sofort im familiären Umfeld erkundigt, ob das wirklich stimmt. Sein Tod hat alle überrascht und bestürzt. Er hatte noch so viele Pläne. So hätten im nächsten Frühjahr die Dreharbeiten zu einem Film über ihn starten sollen.

Er war ein grosser Künstler und gleichzeitig ein unglaublich lieber und liebenswürdiger Mensch. In den Zeiten der Engagements beim Circus Knie integrierte er sich sofort in die Zirkusfamilie, seine Fröhlichkeit und positive Einstellung waren buchstäblich ansteckend. Zugleich war er immer neugierig und hat im Zirkus auch neue Fähigkeiten entwickelt. Er war extrem fleissig im Üben zusammen mit anderen Artisten.

Ich hatte regelmässig, mit ihm und seiner Familie, Kontakt. Er hat sich selber auch immer wieder gemeldet. Und nicht selten schaute er bei uns im Zirkus vorbei. Wir werden ihn sehr vermissen.»

«Wir sind alle schockiert. Es war ein schneller Abgang und obwohl er bereits 80 Jahre alt war, starb er zu früh. Er hatte noch so viele Ideen und Projekte. Nun hinterlässt er uns sein enormes Lebenswerk, das weitergehen wird. Sein Leben lang ist er jung geblieben. Er sprühte vor Lebendigkeit und vor Ideen – so erlebte ich ihn persönlich vor einem Monat, so habe ich ihn auf der Bühne gesehen und so werde ich ihn in Erinnerung behalten.»

«Er ist ein Poet gewesen, der die Menschen liebte und geliebt werden wollte.» Besonders für das Tessin hat Dimitri grosse Bedeutung gehabt. Wenn er Ablehnung erfahren hat, etwa nach einer politischen Äusserung, ist er traurig geworden. Zeitgleich mit Dimitris ersten grossen Erfolgen als Clown Anfang der 1970er hat der Slogan des Kantons «Tessin, Wiege der Kunst» gelautet. Dimitri hat das wie kein anderer repräsentiert.»