Ein Psychiater mit Einfluss

Normalerweise mühen Psychiater sich ja damit ab, ihre Klienten zu jenen Einsichten zu führen, die sie selber schon lange gewonnen haben. Sie sind also eher machtlose, wenn auch für viele wichtige Zeitgenossen. Doch es gibt Ausnahmen.

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Normalerweise mühen Psychiater sich ja damit ab, ihre Klienten zu jenen Einsichten zu führen, die sie selber schon lange gewonnen haben. Sie sind also eher machtlose, wenn auch für viele wichtige Zeitgenossen. Doch es gibt Ausnahmen. Der letzten Freitag verstorbene US-Psychiater Robert Spitzer ist so ein Fall. Er arbeitete massgeblich an dem Standardwerk für psychische Erkrankungen mit. Lange zählte man auch die Homosexualität dazu, bis Spitzer ihre Streichung von der Liste erreichte. «Dass Homosexuelle heute heiraten dürfen, ist zum Teil Bob Spitzer zu verdanken», sagte der schwule Psychoanalytiker Jack Drescher der «New York Times». (R. A.)

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