Ein lebenslanges Engagement für die Tibeter: Alt-Nationalrat Bernhard Müller 89-jährig gestorben

Der ehemalige Berner SVP-Nationalrat und Regierungsrat Bernhard Müller ist 89-jährig verstorben. Gemäss Todesanzeige starb er vergangenen Dienstag.

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Undatierte Aufnahme von Alt-Nationalrat Bernhard Müller. (Archivbild)

Undatierte Aufnahme von Alt-Nationalrat Bernhard Müller. (Archivbild)

KEYSTONE/STR

Am meisten Bekanntheit erlangte Müller im Kanton Bern und darüber hinaus von 1974-1990 als Volkswirtschaftsdirektor. Von 1979-1987 gehörte er gleichzeitig dem Nationalrat an.

Müller war Bergbauernsohn aus Scharnachtal BE und engagierte sich seit seiner Jugend für die Sache der Tibeter. Er wollte sich nicht mit der Unterjochung Tibets durch China abfinden. Sein beruflicher Weg führte den späteren Verhaltensbiologen und Ökonomen als Experten und Chef von Tal-Entwicklungs- und Landwirtschaftsprojekten nach Nepal, Tibet und China. 2017 erhielt Müller den Schweizerischen Menschenrechtspreis der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (Sektion Schweiz).

Schmunzelnd vermerkt Müller einmal, dass er durch sein Engagement sogar ins Guinness-Buch Einzug fand und zwar als Weltrekordler mit den meisten zurückgelegten Höhenmetern oberhalb von 3000 Metern.

Die Besetzung Tibets durch China kostete einer Million Tibeter das Leben, wie Müller in verschiedenen Büchern und in Vorträgen stets in Erinnerung rief. Besonders scharf geisselte Müller auch gegenüber der Obrigkeit im eigenen Land das Lavieren von Politik und Diplomatie gegenüber China in der Tibet-Frage.

In Kontakt stand Müller sowohl mit dem Dalai Lama wie auch mit hohen chinesischen Funktionären. Von seiner Vision eines freien Tibets liess er nie ab, wie er Zeit seines Lebens versicherte.

Diese Persönlichkeiten sind 2020 verstorben:

13. Juli: er US-amerikanische Schauspieler und Modellbauer Grant Imahara ist im Alter von 49 Jahren an den Folgen eines Aneurysmas gestorben
36 Bilder
13. Juli: Benjamin Keough, Enkel des "King of Rock'n'Roll" Elvis Presley nahm sich mit 27 Jahren das Leben.
6. Juli: Film-Komponist Ennio Morricone ("Spiel mir das Lied vom Tod") ist 91-jährig verstorben.
12. Juni: Nationalrat Albert Vitali (FDP/LU) ist kurz vor seinem 65. Geburtstag einem Krebsleiden erlegen.
31. Mai: Der Künstler Christo, der vor 25 Jahren auch das Reichstagsgebäude in Berlin verhüllte, ist tot. Er starb in New York im Alter von 84 Jahren.
26. Mai: Der ehemalige Berner SVP-Nationalrat und Regierungsrat Bernhard Müller ist 89-jährig verstorben.
24. Mai: Schlagzeug-Legende Jimmy Cobb ist in New York verstorben.
19. Mai: Bauunternehmer Walter Beller stirbt zuhause mit 71 Jahren. Bild: Mit Ehefrau Irina Beller.
9. Mai: Little Richard, der Pionier des Rock'n Roll, ist tot. Hier bei seinem letzten Auftritt in der Schweiz im Hallenstadion Zürich am 28. Juli 1998.
Little Richard gilt als Erfinder des Rock ’n’ Roll.
Little Richard wurde 87 Jahre alt. Das Bild zeigt ihn bei einem Auftritt in in Westbury, New York, im Jahr 2004.
8.Mai: Roy Horn (rechts) stirbt nach einer Covid-19-Erkrankung. Er und sein Partner Siegfried Fischbacher wurden berühmt mit ihrer Tigershow in Las Vegas. (Aufnahme von 2008)
Roy Horn und Siegfried Fischbacher zu ihrer Glanzzeit in Las Vegas mit zwei weissen Tigern.
Ihre Karriere in Las Vegas endete im Oktober 2003, als ein Tiger Roy Horn (im Bild) bei einer Vorstellung schwer verletzte. Von dem schweren Blutverlust, Schlaganfällen und einer Gehirnoperation nach dem Unfall konnte sich Horn nie mehr vollständig erholen.
23. April: Der ehemaliger deutsche Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm ist im Alter von 84 Jahren gestorben.
14. April: Der renommierte Berner Gegenwartskünstler Markus Raetz ist mit fast 79 Jahren gestorben. Der Maler, Zeichner und Objektkünstler hat in seinem umfangreichen Werk immer wieder die gewohnte Wahrnehmung unterlaufen.
1. April: Der amerikanische Musiker Adam Schlesinger (52) starb an den Folgen einer Corona-Infektion. Der Emmy- und Grammy-Preisträger wurde 52 Jahre alt. Er war zuletzt in einem Krankenhaus an ein Beatmungsgerät angeschlossen.
1. April: Der amerikanische Jazz-Pianist Ellis Marsalis aus New Orleans ist an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. (Archivbild)
25. März: US-Schauspieler Mark Blum (mit Schauspielerin Sharon Lawrence) ist mit 69 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Blum wurde mit Filmen wie "Desperately Seeking Susan" und "Crocodile Dundee" bekannt.
24. März: Albert Uderzo starb im Alter von 93 Jahren. Er hat Asterix und Obelix vor über 50 Jahren zusammen mit René Goscinny erfunden. (Archiv)
Die zwei «Väter» von Asterix: Albert Uderzo (Zeichner) und René Goscinny (Autor).
Asterix-Zeichner Albert Uderzo mit Asterix, Miraculix und Obelix. (Archiv)
21. März: Kenny Rogers ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Im Bild: Der Sänger in Aktion am CMA Music Festival in Nashville, USA 2012.
Der Country- und Popmusiker schuf Hits wie «Island In The Stream» und «Lucille».
6. März: McCoy Tyner, einer der einflussreichsten und bedeutendsten Pianisten des Jazz, ist im Alter von 81 Jahren gestorben
25. Februar: Ägyptens Langzeitmachthaber Husni Mubarak ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Mubarak stand fast 30 Jahre an der Spitze des bevölkerungsreichsten Landes der arabischen Welt.
17. Februar: Die Tastenkombination «Copy and Paste» spart Zeit und sorgt für Ärger. Nun ist ihr Erfinder Larry Tesler 74-jährig gestorben.
15. Februar: Die britische Fernsehmoderatorin Caroline Flack wird tot in ihrer Wohnung gefunden. Die 40-Jährige soll Suizid begangen haben. Sie hätte sich Anfang März 2020 vor Gericht verantworten sollen, weil sie im Dezember 2019 ihren Freund Lewis Burton attackiert hatte.
5. Februar: Die Hollywood-Legende Kirk Douglas ist im Alter von 103 Jahren gestorben. (Archivbild)
1. Februar: Die Zürcher Radiolegende Elisabeth Schnell - hier 2005 im Berner Oberland - ist im Alter von 90 Jahren an den Folgen einer Erkrankung gestorben.
26. Januar: Der ehemalige Basketball-Superstar Kobe Bryant ist am Sonntag bei einem Helikopterabsturz in Kalifornien tödlich verunglückt.
21. Januar: Terry Jones, Mitglied der berühmten Komikergruppe Monty Python, ist im Alter von 77 Jahren in England gestorben. Jones litt während der letzten Jahre an starker Demenz und war in der Öffentlichkeit nur noch selten zu sehen.
20. Januar: Der deutsche Schauspieler Joseph Hannesschläger, hier mit seiner Ehefrau Bettina Geyer, verliert den Kampf gegen den Krebs im Alter von 57 Jahren. Seit 2002 war Hannesschläger als Kommissar Korbinian Hofer in der ZDF-Kultserie "Die Rosenheim-Cops" zu sehen. Im Herbst 2019 hatte er seine unheilbare Krankheit öffentlich gemacht und bekanntgegeben, dass er nicht mehr in der Erfolgsserie mitspielen könne.
Neuer Sultan von Oman ist Haitham bin Tarik al Said, der Cousin des Verstorbenen und bisherige Kulturminister des Landes. (Archivbild)
5. Januar, John Baldessari: Der amerikanische Künstler wurde 88 Jahre alt. (Archivbild von 2011) Baldessari hatte in den vergangenen Jahrzehnten mit Foto- und Videoarbeiten, Kollagen und Foto-Bild-Montagen die sogenannte Konzeptkunst wesentlich mitgeprägt und zahlreiche junge Künstler inspiriert.
1. Januar, Martin Bundi: Der frühere Bündner SP-Nationalrat (Jg. 1932) setzte sich für die Natur und die rätoromanische Sprache ein. Er verstarb im Alter von 87 Jahren. Der in Sagogn geborene Bundi sass von 1975 bis 1995 im Nationalrat und präsidierte die Grosse Kammer im Jahre 1986. Der fünffache Familienvater und Seminarlehrer forschte ausserdem zur Geschichte des Kantons Graubünden und des rätischen Alpenraums. 2013 erhielt er für seine Verdienste den Bündner Kulturpreis.

13. Juli: er US-amerikanische Schauspieler und Modellbauer Grant Imahara ist im Alter von 49 Jahren an den Folgen eines Aneurysmas gestorben

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