Ein Konto, ein Passwort

Ohne Passwörter ist nur ein Teil des Internets nutzbar. Wer online einkaufen geht, seine Bankgeschäfte erledigt oder eine Reise bucht, braucht einen Benutzer-Account beim jeweiligen Anbieter. Und der sollte mit einem starken Zugangscode gesichert sein.

Georg H. Przikling
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Keine gute Passwort-Wahl. (Bild: fotolia)

Keine gute Passwort-Wahl. (Bild: fotolia)

Ohne Passwörter ist nur ein Teil des Internets nutzbar. Wer online einkaufen geht, seine Bankgeschäfte erledigt oder eine Reise bucht, braucht einen Benutzer-Account beim jeweiligen Anbieter. Und der sollte mit einem starken Zugangscode gesichert sein.

Nur, wenn der Code ausreichend lang und kompliziert ist, ist man als Anwender auf der sicheren Seite. Das weiss auch Ralf Trautmann vom Online-Magazin «teltarif»: «Sichere Passwörter brauchen die richtige Länge und sollten aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen», sagt er.

Doch was genau macht ein Passwort eigentlich unknackbar? Da wäre zunächst einmal seine Einmaligkeit, sprich: Der Zugangscode, den man sich ausdenkt, darf nur ein einziges Mal für einen ganz bestimmten Online-Account verwendet werden. Damit vermeidet man den Domino-Effekt: Wird ein und dasselbe Passwort für mehrere Online-Konten genutzt und fällt dieses in fremde Hände, stehen dem Angreifer alle Konten offen.

Die Regel «Ein Konto, ein Passwort» schützt im Ernstfall also davor, dass auch die übrigen Online-Accounts des Anwenders gekapert werden.

Keine realen Namen

Eine weitere Regel besagt, dass starke Passwörter keinerlei reale Namen und Begriffe enthalten sollten. Der Name der Ehefrau oder Freundin, des Kindes und alles, was sich in Wörterbüchern, Lexika & Co. findet, erleichtert dem Angreifer nur das Knacken.

Besser fährt, wer sich eine Kombination aus Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ausdenkt, die nach Möglichkeit kunterbunt gemischt ist. Wichtig dabei: Die Mischung sollte eine Mindestlänge von zwölf Zeichen haben. Denn «…wer ein Passwort mit zwölf oder mehr Zeichen verwendet, ist auf der sicheren Seite», erklärt der «teltarif»-Redaktor.

Verschiedene Möglichkeiten

Wie man den Zeichen-Salat erzeugt, bleibt einem selber überlassen. So kann man zum Beispiel einen Satz nehmen, der nur einem selbst bekannt ist. Ein Reim aus Kindertagen etwa, an den man sich erinnert, eignet sich bestens dafür. Diesen Satz reduziert man auf die Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter. Aus «Alle meine Entchen schwimmen auf dem See» etwa wird so «AmEsadS». Angereichert wird das Ganze mit den Ziffern aus dem eigenen Geburtsdatum oder dem einer nahestehenden Person, die an jeder zweiten Stelle eingefügt werden. Mit fünfzehn Stellen ist dieser Code schon sehr sicher. Mit zusätzlichen Sonderzeichen lässt sich seine Sicherheit aber noch zusätzlich erhöhen.

Was man dagegen nicht tun sollte: Einfach nur ein paar Buchstaben und Zahlen an den Anfang und das Ende des Passwortes anhängen. Das Ergebnis mag zwar leichter zu merken sein, sicher ist es aber nicht, wie Ralf Trautmann erläutert.

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