Ein Kleid für eine Woche

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Gesellschaft Einige teilen mit Fremden das Bett (Airbnb), das Auto (Mobility) oder überschüssiges Essen (foodsharing.ch). Andere versuchen sich der schnelllebigen Modebranche zu verweigern, indem sie die Lederjacke im Secondhand-Shop erstehen oder das Partykleid (für seltene Gelegenheiten) der besten Freundin tragen. Aber Kleider leihen? Fasnachtskostüme, vielleicht. 2017 wird das anders sein, zumindest wenn es nach Trendforschern geht, die Neo-Ökologie zu den grossen Themen zählen.

Paula Fricke, Mitinhaberin von Kleihd, der ersten Mode-Leih-Boutique der Schweiz sagt: «Es läuft immer besser. Zurzeit sind 20 unserer 1000 Stücke im Umlauf.» Die Artikel lassen sich wochenweise ausleihen, man kauft sich ein Monatsabo oder wird fürs ganze Jahr Mitglied. Wer ein hochwertiges Stück in den Fundus gibt, bekommt einen anderen Artikel kostenlos auf Zeit. Die Kundschaft, sagt Fricke, sei so vielfältig wie die Mode. Nur Männer sieht sie im Zürcher Laden selten. Aber das kann 2017 noch werden.

Diana Hagmann-Bula