Ein Drittel kommt mit Kaiserschnitt zur Welt

Die Kaiserschnittrate hat sich in der Schweiz in den letzten dreissig Jahren gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) verdoppelt und liegt heute bei rund 32 Prozent.

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Die Kaiserschnittrate hat sich in der Schweiz in den letzten dreissig Jahren gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) verdoppelt und liegt heute bei rund 32 Prozent. Innerhalb der OECD-Staaten steht die Schweiz im oberen Mittelfeld, die Türkei und Italien liegen an der Spitze.

Beim Kaiserschnitt gehe es darum, Schädigungen bei Mutter und Kind zu vermeiden. Für den Anstieg gibt es Gründe: Verantwortlich sind die zunehmenden Risikofaktoren wie das steigende Alter der Schwangeren bei der ersten Geburt, Übergewicht, Mehrlinge und reproduktionstechnische Behandlungen. Auch haben sich die Empfehlungen hinsichtlich Steissgeburten und Geburten nach vorausgegangenem Kaiserschnitt geändert. Es bestehen aber auch Bedenken, dass Kaiserschnitte zu häufig angewendet werden.

Mit Richtlinien will die Gesellschaft der steigenden Rate entgegenwirken: Mit einer Geburtsbroschüre, welche sich an schwangere Frauen richtet und der Publikation der Empfehlungen für die Fachärzte. Sie zeigen, wie ein Kaiserschnitt vermieden werden kann sowie dessen Risiken. Am wichtigsten sei die Aufklärung vor der Operation. Aus juristischer Sicht sei dem Wunsch der Schwangeren aber letztlich immer Folge zu leisten. (Kn.)