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EBIKON: Bombendrohung in der Mall of Switzerland: Polizei nimmt Täter fest

Die Luzerner Polizei hat den Mann festgenommen, der letzte Woche eine Bombendrohung gegenüber der Mall of Switzerland ausgesprochen hatte. Es handelt sich um einen 36-jährigen Schweizer. Sein Tatmotiv ist noch nicht bekannt.
Christian Glaus
Einsatzfahrzeuge vor der Mall of Switzerland. (Bild: Yasmin Kunz)

Einsatzfahrzeuge vor der Mall of Switzerland. (Bild: Yasmin Kunz)

Ein 36-jähriger Schweizer steht hinter der Bombendrohung gegen die Mall of Switzerland in Ebikon. Er sei am Samstag in einer koordinierten Aktion festgenommen worden, teilte die Luzerner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Er sei geständig. Der Mann befindet sich in Haft und wird in den nächsten Tagen weiter einvernommen, wie Simon Kopp, Mediensprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, auf Anfrage sagt, «Zum Tatmotiv können wir noch keine Angaben machen. Dieses soll nun bei den weiteren Befragungen geklärt werden.» Ein terroristisches Motiv könne ausgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft beantragt.

Kosten sollen an Täter übertragen werden

Die Bombendrohung war vor sechs Tagen gegen 11.15 Uhr bei der Mall of Switzerland eingegangen. Das Einkaufszentrum musste in der Folge evakuiert werden. Polizei, Feuerwehr und Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich waren mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Die Kosten für den Einsatz und die Ermittlungen sollen laut Kopp dem Bombendroher soweit wie möglich überbunden werden. «Es dürfte sich dabei um mehrere hunderttausend Franken handeln», sagt Kopp. Dazu kämen allfällige Schadenersatzforderungen der Mall. Jan Wengeler, Center Manager der Mall, kann den entstandenen Schaden noch nicht beziffern. Doch auch er hält eine Forderung im hohen sechsstelligen Bereich – inklusive der Kosten der Polizei – für realistisch.

Drohung aus öffentlicher Telefonkabine

Der Mann hatte die Bombendrohung aus einer öffentlichen Telefonkabine im Kanton Luzern ausgesprochen. «Es war ein Krampf, ihn zu ermitteln», sagt Simon Kopp. Verschiedene Abteilungen der Luzerner Polizei und Spezialisten seien in die koordinierte Aktion involviert gewesen. Wo der Mann genau festgenommen wurde, gibt Kopp nicht bekannt. Nur so viel: Der Bombendroher wohnt im Kanton Luzern, festgenommen wurde er aber nicht zu Hause, «sondern im öffentlichen Raum». Wie der Mann ermittelt werden konnte, sagt Kopp nicht – um Nachahmungstaten zu vermeiden. «Wir müssen verhindern, dass mögliche Nachahmer wissen, wie wir vorgehen», so Kopp.

Der Mann war der Luzerner Polizei bisher nicht einschlägig bekannt. Im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei keinen Sprengstoff sichergestellt. Kopp: «Es gibt keine Hinweise darauf, dass je eine Bombe oder Sprengstoff vorhanden war.»

Bei der Mall of Switzerland ist man froh, dass der Bombendroher so schnell festgenommen werden konnte. Laut Jan Wengeler werden die einzelnen Läden Schadenersatzforderungen für ihren Erwerbsaufall stellen. «Ob die Mall selbst auch Schadensanspruche geltend macht, wird zurzeit noch abgeklärt.»

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