Dunham räumt auf

Paparazza

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Berühmt und verschwenderisch, das muss nicht sein. Die britische Herzogin Kate trägt ihre Kleider mehrmals zu öffentlichen Anlässen. Durch die Adern der wahren Recycling-Königin fliesst aber kein royales Blut: Schauspielerin Lena Dunham verkauft seit Montag auf dem Secondhand-Portal Therealreal ihre Garderobe. «Ich habe gemerkt, dass ich eine Menge Mist mit mir herumtrage, innerlich wie äusserlich», sagt sie. Und erzählt, dass sie die Klamotten für ihre Tochter aufbewahren wollte. «Als Frau mit Fortpflanzungsproblemen habe ich aber verstanden, dass ich einen Adoptivsohn haben könnte.» Dunham teilt nicht nur Kleider, sondern auch die Erlebnisse in ihnen. In einem Brief liefert sie die Geschichte zum jeweiligen Stück mit. Wer zuschlägt, tut sich Gutes. Und anderen. 70 Prozent des Erlöses gehen an eine Non-Profit-Organisation.

Die 31-Jährige bringt zwar Ordnung in ihre Schränke, ­ in Schubladen stecken lässt sie sich aber nicht. Sie trägt, was ihr gefällt, unabhängig davon, ob sie im Trend liegt oder schlank aussieht. Dunham ist eine, die sich mit Cellulite auf Titelseiten abbilden lässt und sich einen Spass daraus macht, die Liste der am schlechtesten angezogenen Stars anzuführen. Will heissen: Die 169 Teile treffen nicht jedermanns Geschmack. Egal? Hauptsache, sich ein Stück sichern, das Dunham als Hannah Horvath in der Erfolgsserie «Girls» getragen hat? Zu spät. Alles ausverkauft.

Diana Hagmann-Bula