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Drunter und drüber

Look

Der Schichtenlook ist ein modischer Dauerbrenner. Allen Gfrörlis kommt es bestimmt entgegen, dass Designer wie Raf Simons oder Calvin Klein ihre Models mit dünnen Rollkragenpullovern unter den Hemden oder Pullundern über den Hemden auf den Laufsteg schickten. Gibt schön warm, sieht aber auch maximal hochgeschlossen aus. Layering sagt der Modeprofi dazu. Um eine warme Niere geht es den Modemachern dabei nicht. Der Schichtenlook passte einfach ganz gut zum seit langem angesagten Normcore-Look.

Das Ziel dieser Art, sich zu kleiden, ist es, möglichst unerotisch, ja fast geschlechtslos zu wirken. Die Kleider dafür findet man in Secondhandläden oder den Kleiderschränken von Eltern, die ihre Sachen aus den Achtzigerjahren gut gebügelt aufgehoben haben. Statt tiefer Ausschnitte gibt es kastenförmige Blaser, darunter kakifarbene Blusen und gerne auch noch ein geknüpfter, wadenlager Jupe in Beige. Wer sich nicht mit Mode beschäftigt, für den sieht das einfach nur hässlich aus. Komplimente von männlicher Seite gibt es für diese Looks ganz bestimmt nicht. Aber wer braucht die schon.

Katja Fischer de Santi

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