Dinge mit zwei Beinen

Kleiner Test: Besitzen Sie eine Taschenlampe? Und wenn ja: Liegt sie gerade dort, wo sie hingehört? Dann haben Sie vermutlich keine Kinder. Oder Kinder, die noch nicht laufen und Schubladen öffnen können. Denn für Dinge wie Taschenlampen haben kleine Mitbewohner grundsätzlich immer Verwendung.

Bettina Kugler
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Kleiner Test: Besitzen Sie eine Taschenlampe? Und wenn ja: Liegt sie gerade dort, wo sie hingehört? Dann haben Sie vermutlich keine Kinder. Oder Kinder, die noch nicht laufen und Schubladen öffnen können. Denn für Dinge wie Taschenlampen haben kleine Mitbewohner grundsätzlich immer Verwendung. Und zwar stets dann, wenn Sie gerade nicht dabei sind und sagen können: «Da steht <Auf Wiedersehen> drauf.»

Zu diesen Dingen gehören auch Scheren, Leimstifte, Gummibärchen oder die Stimmgabel auf meinem Schreibtisch. Läge sie auf dem Notenpult, so wäre sie noch schneller spurlos in jenem Bermudadreieck verschwunden, das zwischen den zwei Kinderzimmern liegen muss. Was die Kinder mit ihr anfangen? Keine Ahnung; vielleicht den richtigen Ton für eine angriffslustige Bemerkung abnehmen oder die Stimmung im Haus prüfen. Klar ist es bei der Taschenlampe: ein Ding, das mächtig macht. Es werde Licht! So sind die letzten fünfzig Seiten von «Greg's Diaries» noch zu später Stunde zu schaffen. Und das Monster unterm Bett hat keine Chance.

Nein, die Mädchen wachsen nicht spielzeugfrei auf. Aber «richtige» Sachen, die Schätze aus der Wunderkammer des Alltags, waren immer schon interessanter. Vor allem, wenn man sie erst noch suchen muss.