Die wichtigsten Touchscreen-Gesten

Was haben Smartphones und Tablet-PCs gemeinsam? Die Antwort: Ohne Mikrofasertuch sehen beide schnell unappetitlich aus.

Georg H. Przikling
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Wischen und verschieben. (Bild: Urs Jaudas)

Wischen und verschieben. (Bild: Urs Jaudas)

Was haben Smartphones und Tablet-PCs gemeinsam? Die Antwort: Ohne Mikrofasertuch sehen beide schnell unappetitlich aus. Das hat mit dem Bedienkonzept der Geräte zu tun: Statt mit der Tastatur steuert der Anwender alle Aktionen, indem er mit einem, zwei oder mehreren Fingern auf einmal auf dem Touchscreen herumfuhrwerkt.

Gestensteuerung wird das im Fachjargon genannt. Neben den Standard-Gesten existieren weitere, die weniger geläufig sind. Die meisten davon lassen sich sowohl auf Android- als auch auf Apple-iOS-Geräten verwenden. Einige wenige dagegen sind nur auf einem der beiden Betriebssysteme vorhanden. Wer sie beherrscht, kann die Bedienung seines Mobilgeräts deutlich vereinfachen.

Drücken, Wischen, Ziehen

Drücken: Kurzes Antippen startet bekanntlich eine App. Wird dagegen länger auf ein Symbol oder eine Datei gedrückt, werden zusätzliche Optionen auf dem Display angezeigt. Das längere Drücken entspricht somit dem Öffnen des Kontextmenüs von Windows.

Wischen: Beim schnellen Wischen wird der Finger kurz auf den Bildschirm gelegt, eine kurze Bewegung ausgeführt und dann wieder entfernt. Diese Bewegung dient unter anderem dazu, zwischen verschiedenen Inhalten zu wechseln, bei eBooks wird auf diese Weise zur nächsten Seite geblättert.

Ziehen: Hier wird der einzelne Finger auf das Display gelegt und dann langsam in eine Richtung gezogen. Längere Texte oder Listen können so nach unten gescrollt werden.

Verschieben: Sollen Inhalte an eine andere Stelle verschoben oder gelöscht werden, hält man den Finger länger auf das Objekt. Nach einem kurzen Moment löst es sich dann vom Hintergrund und kann durch langsames Ziehen an die neue Position gebracht werden oder zum Entsorgen im virtuellen Papierkorb abgelegt werden.

Vergrössern: Fotos lassen sich mit Daumen und Zeigefinger vergrössern und verkleinern.

Apples iOS bietet weitere Gesten, die nur dort und oft nur auf grösseren Geräten wie dem iPad verfügbar sind.

Mit einem Finger: Tippen Sie beispielsweise mit einem Finger auf den Bildschirm und ziehen Sie ihn langsam nach unten, öffnet sich die Suchfunktion des Gerätes. Wird der Finger dagegen vom unteren Rand nach oben gezogen, erhält man Zugriff auf das Kontrollzentrum, das unter anderem die Lautstärkensteuerung beherbergt.

Einfach nur schütteln

Vier Finger: Sie wollen zwischen mehreren geöffneten Apps wechseln? Dann berühren Sie einfach mit vier Fingern das Display und ziehen Sie alle vier von rechts nach links. Die mit Abstand beste Geste haben wir uns für den Schluss aufbewahrt – das Schütteln. Damit lässt sich auf iOS-Geräten die letzte Aktion rückgängig machen.

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