Die kleinste Schneedecke seit 500 Jahren

Seit 2012 plagt eine Dürre Kalifornien: Im Sommer fehlt Wasser, im Winter Schnee. Die Schneedecke in der Sierra Nevada war zu Beginn des Frühjahrs so dünn wie seit mindestens 500 Jahren nicht, wie Forscher nun berichten.

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Die Sierra Nevada. (Bild: ap/Craig Kohlruss)

Die Sierra Nevada. (Bild: ap/Craig Kohlruss)

Seit 2012 plagt eine Dürre Kalifornien: Im Sommer fehlt Wasser, im Winter Schnee. Die Schneedecke in der Sierra Nevada war zu Beginn des Frühjahrs so dünn wie seit mindestens 500 Jahren nicht, wie Forscher nun berichten. Der Schneemangel sei eine Folge geringer Niederschläge und hoher Wintertemperaturen, berichten US-Forscher.

Verräterische Baumringe

Die bis über 4400 Meter hohe Sierra Nevada zählt eigentlich zu den schneereichsten Regionen der USA. Doch im vergangenen April entsprach die Wassermenge der Schneedecke gerade einmal fünf Prozent des Durchschnitts der Jahre 1951 bis 2000. Wie ungewöhnlich das im historischen Kontext ist, zeigt nun die Untersuchung der Forscher um Valerie Trouet von der University of Arizona in Tucson.

Sie hatten anhand der Baumringe von Blau-Eichen (Quercus douglasii) frühere Temperaturen und Niederschlagsmengen der Region ermittelt und so rekonstruiert, wie dick die Schneedecke in den vergangenen 500 Jahren jeweils am 1. April war.

Dürre in der Sierra Nevada

Ein Rekordtief wie das zu Beginn diesen Jahres gemessene sei statistisch demnach nur alle 3100 Jahre zu erwarten, berichten die Wissenschafter. Besonders stark wirkten sich die höheren Wintertemperaturen in den tieferen Lagen des Gebirges aus. Kalifornien, in dem ein Grossteil der Sierra Nevada liegt, leidet seit 2012 unter extremer Dürre. Das Schmelzwasser aus den Bergen der Sierra Nevada fülle gewöhnlich die Wasserreservoirs des Staates auf und sichere 30 Prozent seiner Wasserversorgung, schreiben die Forscher. Infolge des Klimawandels sei in Zukunft häufiger mit starken Dürren zu rechnen. (sda)