Die Kinokasse klingelt wie nie

Andreas Stock
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Film Zwar werden Filme statistisch immer häufiger zu Hause oder am Computer angesehen. Dennoch dürften bereits die Augen von manchen Verleihern und Kinobetreibern leuchten, wenn sie auf das kommende Jahr blicken. Im Branchenmagazin «Hollywood Reporter» wird ein 2017 angekündigt, «das alle Kinokassen-Rekorde zerstört». Verantwortlich dafür werden vor allem Sequels von Blockbustern sein. Völlig wurst, dass die nochmals zeigen, was sie in leichten Variationen schon ein- oder mehrmals erzählt haben. Streifen wie «Fast & Furious 8», «Star Wars 8», «Pirates of the Caribbean 5», «Ich – einfach unverbesserlich 3», «Planet der Affen 3», «Wolverine 3» oder ein weiterer «Spiderman» werden das jugendliche Publikum erneut ins Kino locken. Vielleicht auch «Avatar 2», dessen Start möglicherweise Ende 2017 ansteht.

Neben solchem «copy/paste»-Kino gibt es freilich zahlreiche Filme, die mehr als das Altbekannte versprechen. Dazu zählt beispielsweise das Missionarsdrama «Silence» von Martin Scorsese oder der Kriegsfilm «Dunkirk» von Christopher Nolan – episches Kino, bei dem ebenso ein grosses Publikumsin­teresse zu erwarten ist. Besonders gespannt sind viele Kinofreunde auf «Blade Runner 2049» – ein Sequel zwar auch, aber eines, von dem man sich mehr als einen späten Aufguss erhofft.

Das Cineastenherz freut sich jedoch vor allem auf jene begeisternden Kinoperlen, von denen man jetzt noch nichts ahnt. «Kleine» Filme, die nicht Monate im voraus mit Trailern beworben werden. Die ungestillte Neugier auf das Überraschende auf der Leinwand ist auch das Schönste am Kinojahr 2017.

Andreas Stock