Die Geschichte der Lebensmittel

Das Online-Inventar «Kulinarisches Erbe der Schweiz» erscheint seit 2012 auch in Buchform. In der auf fünf Bände angelegten Reihe von Paul Imhof ist nun der dritte Band über die Ostschweizer Kantone herausgekommen.

Beda Hanimann
Drucken
Teilen
Appenzell pur: Biberfladen, Nidelzeltli, Alpenbitter, Biber und Motschelle. (Bild: Echtzeit Verlag)

Appenzell pur: Biberfladen, Nidelzeltli, Alpenbitter, Biber und Motschelle. (Bild: Echtzeit Verlag)

An der Schwelle zum 21. Jahrhundert regte der Waadtländer Nationalrat Josef Zisyadis die Schaffung eines Inventars traditioneller Schweizer Lebensmittel an. Das Projekt nahm schnell Fahrt auf, und so konnte der eigens gegründete Verein «Kulinarisches Erbe der Schweiz» 2008 eine Online-Datenbank mit 400 Produkten präsentieren.

Seit zwei Jahren erscheint das Inventar auch in Buchform, bearbeitet, nachrecherchiert und erweitert vom Journalisten Paul Imhof. Der eben erschienene dritte Band befasst sich mit den Ostschweizer Kantonen Appenzell Inner- und Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen. Er stellt Spezialitäten wie Biber, Siedwurst, Bratwurst, Bloderchäs, Salzisse, Hüppen, Hallauer Schinkenwurst oder Aromat vor.

«Das Inventar ist nicht einfach kulinarischer Heimatschutz», sagt Imhof. Es stelle einen riesigen Wissens- und Erfahrungsschatz dar, der die Basis der Arbeit von Bäckern, Metzgern, Käsern und weiteren Lebensmittelproduzenten sei. «Ohne das Wissen um die Geschichte der Nahrungsmittel gibt es auch keine Innovation», sagt Imhof.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 12. Dezember.

Aktuelle Nachrichten