Die Geschichte der Gartentherapie

Bereits in der Antike wurden verwirrten Mitgliedern des Königshauses Spaziergänge im Palastgarten verschrieben. In Kliniken führte man Menschen jedoch erst im 18.

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Bereits in der Antike wurden verwirrten Mitgliedern des Königshauses Spaziergänge im Palastgarten verschrieben. In Kliniken führte man Menschen jedoch erst im 18. Jahrhundert an Pflanzen heran, schreibt Renata Schneiter, Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft, in ihrem «Lehrbuch Gartentherapie». Einer der ersten Mediziner, der das Potenzial von Pflanzen bei der Behandlung entdeckte, war der Amerikaner Benjamin Rush. In Europa kam dem französischen Arzt Philippe Pinel die Vorreiterrolle zu. 1793 liess er Patienten einer psychiatrischen Klinik erstmals nach draussen. Lange blieb die Therapie jedoch die Ausnahme. Erst 2010 riefen Fachleute die Schweizerische Gesellschaft Gartentherapie (SGGT) ins Leben. Seither steigt die Anzahl Therapiegärten stetig, wie Schneiter sagt. (dbu)