Der Prachtskerl Jupiter und seine Trabanten

Man sieht ihn jetzt von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang. Er ist weit entfernt von uns, aber ein lohnendes Objekt im Februar: der Planet Jupiter. Von ihm und seinen Monden später mehr.

Rolf App
Merken
Drucken
Teilen

Man sieht ihn jetzt von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang. Er ist weit entfernt von uns, aber ein lohnendes Objekt im Februar: der Planet Jupiter. Von ihm und seinen Monden später mehr.

Tageslänge: Dass es im Februar mit grossen Schritten dem Frühling entgegengeht, das zeigt sich bei den Veränderungen von Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Tauchte die Sonne zu Monatsanfang um 7.49 Uhr am Horizont auf, so wird der Tag am Monatsende bereits um 7.04 Uhr anfangen, also 45 Minuten früher. Auch der Sonnenuntergang verschiebt sich in dieser Grössenordnung: Von 17.20 Uhr am 1. auf 18.04 Uhr am 28. Februar.

Mond: Nächsten Mittwoch ist Vollmond. Dann schwindet die Beleuchtung des Mondes über das Letzte Viertel (12. Februar) zum Neumond (19. Februar), bevor seine Sichel dann wieder anwächst zum Ersten Viertel (25. Februar).

Planeten: Merkur ist nicht zu sehen, Mars hält sich nur am frühen Abend über dem Westhimmel auf, Saturn steht am Morgen schon tief im Südosten. Bleiben als einigermassen respektable Anblicke unter den Planeten Venus und Jupiter. Die Venus ist Abendstern. Am 1. Februar ging sie um 19.21 Uhr unter, am 28. um 20.43 Uhr. Jupiter ist von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang zu sehen. Er steht am 6. Februar in Opposition zur Sonne. Das heisst, die Erde steht zwischen Sonne und Jupiter – und der riesige Planet ist «nur» noch 650 Millionen Kilometer von uns entfernt.

Sterne: Zur Standard-Beobachtungszeit – gegen 23 Uhr zu Monatsbeginn und 22 Uhr zur Monatsmitte – steht Jupiter zwischen den Sternbildern Löwe und Krebs in Richtung Süd-Südost. Rechts von ihm sind die Zwillinge mit ihren hellen Hauptsternen Castor und Pollux zu erkennen, schräg darunter der prachtvolle Orion. Der Sternenhimmel ist stark winterlich geprägt, doch kündigt der Löwe bereits den Frühling an.

Jupiter…: Das heutige Sonnensystem gliedert sich in mehrere Zonen, die seine Entstehung widerspiegeln. Im innersten Bereich kreisen kleine Planeten aus Gestein und Metallen. Ausserhalb von Mars folgt der Asteroidengürtel, dann Jupiter als erster Gasplanet. In ihm hätten problemlos alle anderen Planeten Platz. Im Teleskop kann man ein ovales Planetenscheibchen erkennen, Jupiter ist stark abgeplattet.

…und seine Monde: 1610 hat Galilei eines der ersten Fernrohre auf den Jupiter gerichtet – und vier Monde entdeckt. Dies war der Beleg dafür, dass im Zentrum der Welt nicht die Erde, sondern die Sonne steht. Jeder dieser vier grössten Jupitermonde – Io, Europa, Ganymed und Kallisto – ist einzigartig.