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Der Papa wird sechzig

Der bekannteste Vater der Schweiz hat fünf Haare auf dem Kopf und drei Kinder. Evi, Willy und Fritz gehören ebenso zu Papa Molls Abenteuern wie Mama Moll und der Dackel Tschips.
Papa Moll entstand als Comicfigur 1952. (Bild: Globi Verlag, Imprint Orell Füssli Verlag AG, Zürich)

Papa Moll entstand als Comicfigur 1952. (Bild: Globi Verlag, Imprint Orell Füssli Verlag AG, Zürich)

Der bekannteste Vater der Schweiz hat fünf Haare auf dem Kopf und drei Kinder. Evi, Willy und Fritz gehören ebenso zu Papa Molls Abenteuern wie Mama Moll und der Dackel Tschips. Erfunden hat den rundlichen Papa die Hausfrau und Künstlerin Edith Oppenheim-Jonas im Jahr 1952. Für Moll hat sie ihren Mann zum Vorbild genommen. Für die Geschichten hat sie sich von ihrem eigenen Familienleben inspirieren lassen. Die drei Oppenheim-Kinder sind heute selber um die 60 Jahre alt. So alt wie die Comicfigur Papa Moll am 20. September werden wird.

Notorischer Tolpatsch

Zuerst erschienen die Comicstrips im Kindermagazin Junior. Ab 1975 übernahm der Globi-Verlag die bestehenden Geschichten und fasste sie in den ersten sechs Büchern zusammen. Die Bände rot, blau, orange bis violett erschienen als Sammelbände. Danach folgten neue Abenteuer.

Der liebenswürdige Vater war seither mit seiner Familie in den Ferien, auf der Alp, auf Fahrradtour oder, im neusten Band, im Verkehrshaus Luzern. Am Eingang kommt der Familienvater bereits mit dem Drehkreuz in Konflikt. Seine Tolpatschigkeit ist notorisch und bringt ihn in die unmöglichsten Lagen. So gerät er im Sportband ins Schwangerschaftsturnen oder muss einen aus dem Zoo entflohenen Bär verfolgen.

Von Zirkusdirektor bis Schatzsucher

«Obwohl er auf den ersten Blick bünzlig wirken mag, ist Moll spontan und kreativ», sagt Gisela Klinkenberg, Programmverantwortliche für Papa Moll beim Globi-Verlag. «Der Alltag der Familie Moll findet eher im Hintergrund und nicht in den Geschichten statt.» So hat Moll auch keinen eigentlichen Beruf. Papa Moll nimmt vielmehr immer wieder Jobs an, sei das als Zirkusdirektor, Tierarzt oder Schatzsucher. Trotz seiner Ungeschicklichkeit ist Moll nicht doof, sondern oft zu lieb und er lässt sich hinreissen in seinem Streben nach dem Besten für seine Liebsten. «Im nachhinein ist Papa Moll oft doch cleverer als andere», sagt Klinkenberg.

Evi in Hosen

Während sich der Eierkopf mit der blauen Jacke und dem roten Pullunder äusserlich mit den Jahren kaum verändert hat, wurden seine Frau und die Kinder modernisiert. Evi trägt nun auch Hosen, was zu ihr passt, die oft frecher ist als ihre Brüder. Als die Zeichner in den Siebzigerjahren Mama Moll aber einer Schlankheitskur unterzogen hatten, wollten die jungen Leser ihre mütterlichen Rundungen zurück.

Vor allem die Fünf- bis Zehnjährigen zählen zu Molls Publikum. «Für die ganz Kleinen sind die Familiengeschichten noch zu komplex», sagt Klinkenberg. Die Bildergeschichten werden oft in Schulen eingesetzt, indem die Bilder vermischt und wieder in ihre Reihenfolge gebracht werden müssen.

Der neue Band

Auch die Verse, in denen die Texte seit Anbeginn geschrieben sind, seien pädagogisch interessant. «Obwohl manche Eltern die Verse gar nicht mögen, da sie sich zum Vorlesen kaum ins Schweizerdeutsche übersetzen lassen», sagt Klinkenberg. Pädagogen seien allerdings der Meinung, sie förderten das Sprachgefühl.

So wird auch der nächste, 25. Papa- Moll-Band, «Papa Moll geht baden» im September wieder in Versform erscheinen. (kme)

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