Der «Chairman» ist tot

Der Designer Charles Pollock ist während eines Brandes in seinem New Yorker Atelier gestorben. Berühmt geworden ist er mit seinen Bürostühlen.

Drucken
This April 23, 2001 photo provided by Knoll, Inc. shows the Pollock Executive Chair. Charles Pollock, designer of the famous chair that became ubiquitous in offices in the mid-20th century, has died in a fire at his New York City home on Tuesday, Aug. 20, 2013. He was 83. (AP Photo/Knoll, Inc.) (Bild: (AP))

This April 23, 2001 photo provided by Knoll, Inc. shows the Pollock Executive Chair. Charles Pollock, designer of the famous chair that became ubiquitous in offices in the mid-20th century, has died in a fire at his New York City home on Tuesday, Aug. 20, 2013. He was 83. (AP Photo/Knoll, Inc.) (Bild: (AP))

Erst 2012 hatte der 83-Jährige neue Entwürfe vorgestellt – jetzt ist der Designer Charles Pollock nach einem Bericht der «New York Times» bei einem Wohnungsbrand im New Yorker Stadtteil Queens ums Leben gekommen.

Er schuf 1965 den «Pollock Executive Chair» – einen der Möbelklassiker des 20. Jahrhunderts. Merkmale des berühmten Möbelstücks sind seine auffällige Polsterung, eine abgerundete Einfassung aus Aluminium und auf Räder gestützte Beine.

Ikonen einer Ära

Pollock kam 1930 zur Welt und wuchs in Detroit auf. Nach seinem Highschool-Abschluss zog er nach New York und studierte Kunst und Design. Bereits 1961 stellte er Florence Knoll den «667 Lounge» vor. Kurz danach schuf er eine Reihe Möbel, die schnell zu Ikonen einer Ära wurden und noch heute produziert werden: schlichte Stühle mit Gestellen aus Aluminiumrahmen oder Stahlregale. Sie werden noch heute gerne eingesetzt, um die Aura der 1960er-Jahre einzufangen.

Ein Klassiker wurde auch Pollocks Bürostuhl auf fünf Rollen und mit niedriger Lehne aus gestepptem Leder.

Kein Starrummel

Im Anschluss an seinen frühen Erfolg wandte sich Pollock zunächst vom Möbeldesign ab. Erst Jerry Helling, Präsident von Bernhardt Design, konnte ihn wieder dafür gewinnen. Pollock war weit vom Starrummel anderer Designer entfernt. Er arbeitete bis zuletzt und dachte nicht an Ruhestand. Noch ist unklar, wie es am Dienstag zu dem Brand in der Wohnung des Designers kommen konnte. (sda/red.)

Aktuelle Nachrichten