DEN TOD GEWÜNSCHT?: Konstantin Wecker provoziert mit Trump-Kommentar

Der deutsche Musiker Konstantin Wecker hat auf Facebook für empörte Reaktionen gesorgt. "Leonard Cohen ist tot und Donald Trump ist Präsident der USA. Umgekehrt wäre es mir lieber gewesen", schrieb er.

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Konstantin Wecker hat mit einem Facebook-Eintrag für Empörung gesorgt. (Bild: Lilli Strauss (AP))

Konstantin Wecker hat mit einem Facebook-Eintrag für Empörung gesorgt. (Bild: Lilli Strauss (AP))

"Man wünscht niemandem den Tod, diese Aussage stimmt mich zutiefst traurig." Das ist einer von zahlreichen negativen Kommentaren, die der deutsche Musiker Konstantin Wecker mit einem Facebook-Eintrag zum Thema Donald Trump provoziert hat. Wecker hatte am Freitagmorgen im Sozialen Netzwerk folgendes Posting getätigt: "Liebe Freunde, Leonard Cohen ist tot und Donald Trump ist Präsident der USA. Umgekehrt wäre es mir lieber gewesen :-("

"Unqualifizierter Hass-Kommentar"
Das Posting Konstantin Weckers sorgte für zahlreiche Reaktionen im Netz. Auf der einen Seite bezeugten viele ihre Solidarität mit dem Musiker, indem sie den Beitrag likten oder zustimmende Kommentare abgaben. "Der Welt ginge es besser. Und scheiss auf Political Correctness - die Wahrheit darf und muss auf den Tisch", schreibt beispielsweise ein Facebook-User und lobt Wecker für seinen Eintrag.


Die Mehrheit jener, die einen Kommentar zum umstrittenen Posting hinterlassen haben, sehen Weckers Äusserung aber kritisch. "Heute erschrecken Sie mich sehr. Man wünscht niemandem den Tod - auch nicht einem Donald Trump", schreibt eine Facebook-Nutzerin. Andere sprechen von einem "unqualifizierten Hass-Kommentar" Weckers, einem "absoluten No Go" oder schlicht "Bullshit". Angeprangert wird zudem, dass Menschen wie Konstantin Wecker und viele Politiker von Freiheit, Demokratie, Toleranz und Offenheit redeten - "aber seit Mittwoch wird auf einem demokratisch gewählten Präsidenten eine Kampagne losgetreten", heisst es in einem Posting beispielsweise. Ein anderer Facebook-Nutzer schreibt: "Humanismus sollte nicht selektiv sein. Und jemanden tot zu wünschen, weil er für Sie als Präsident der USA nicht akzeptabel ist, finde ich sehr traurig und erschreckend."

"Haben mich nachdenklich gemacht"
Auch Konstantin Wecker scheint es nach seinem umstrittenen Kommentar zunehmend unwohl geworden zu sein. In einem weiteren Posting schrieb der Musiker, es könne sein, dass ihn die Wut und die Trauer zu sehr überrumpelt hätten. "Eure Kommentare haben mich nachdenklich gemacht", so Wecker. Er wolle sich revidieren. "Ich wünsche natürlich Donald Trump nicht den Tod. Ich wünschte mir einen lebenden Cohen an der Stelle des Präsidenten." (dwa)

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