Das andere Strandtuch

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Das andere Strandtuch

Das andere Strandtuch

Da liegt man und hat endlich Zeit, ein Buch zu lesen. Oder nichts zu tun, ausser die Surfer zu beobachten bei ihren Wellenmanövern. Doch just jetzt kommt eine starke Bise auf und bläst einem zuerst Sand in die Augen und dann die Haare ins Gesicht, sodass die Buchstaben sowie die Durchtrainierten auf ihren Brettern kaum mehr zu sehen sind.

Für solche Fälle ist das Turbanhaarband wie geschaffen. Deswegen nach Indien, in den Orient oder zu afrikanischen Nomaden zu reisen, wo der Turban verbreitet ist, ist nicht (mehr) nötig. Nachdem grosse Labels wie Prada ihre Models damit über den Laufsteg gehen liessen, ist das Stück Stoff extrem angesagt und vielerorts schon ausverkauft. Frauen tragen das gewickelte Band allein als dekoratives Element in den Ferien oder am heimischen See. Haben sie genug vom Baden, ziehen sie den Bikini aus, das Turbanhaarband behalten sie an. Denn auch abseits des Wassers macht es sich, oft mit bunten Streifen oder Tropenmotiven bedruckt, als Farbtupfer gut. Zumindest zu dezenter Kleidung wie weissem T-Shirt und Jeans. Wer Wert auf nahtlose Gesichtsbräune legt, muss das Haarband allerdings fest aus der Stirne schieben. Kann man machen. Nur sieht man dann eher wie eine Putzfrau als wie eine Bloggerin aus.

Diana Hagmann-Bula