Computer werden schneller als das menschliche Gehirn

Bruno Knellwolf
Drucken
Teilen

Technologie Die Technik entwickelt sich in rasendem Tempo, sagt man. Doch was war der wissenschaftliche Durchbruch des Jahres 2016? Die Bestätigung einer 100 Jahre alten Theorie. Denn vor einem Jahrhundert hat Albert Einstein die Existenz von Gravitationswellen vorausgesagt. In diesem Jahr nun haben US-Wissenschafter mit dem Laser-Interferometer-Gravitational-Wave- Observatory, kurz Ligo genannt, die geheimnisvollen Wellen im All erstmals direkt beobachtet. Sie beobachteten Gravitationswellen, die von Schwarzen Löchern in 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung erzeugt werden. Gut technisch Ding will manchmal doch Weile haben. Bei der Entwicklung von Computern gibt es aber anscheinend kein Halten. Die Regel sagt, dass sich alle zwei Jahre die Anzahl der Transistoren auf einem Chip verdoppelt.

Diese Beschleunigung der Datenverarbeitung wird weiterhin unabschätzbare Folgen für uns haben. Bereits 2019 sagen Experten voraus, sollen Computer so schnell arbeiten, dass sie in einem Gespräch nicht mehr als Maschinen erkennbar sind. Zehn Jahre später wird es gar möglich sein, das menschliche Gehirn zu scannen und in einem Computer zu duplizieren. Wer also seine Büronachbarn nicht mehr aushält, wird sich dann stattdessen mit sich selbst an den Tisch setzen und nicht einmal bemerken, dass das Gegenüber eine Maschine ist.

Bruno Knellwolf