Chuck Norris: Actionheld und Witzfigur wird 75

Legenden leben ewig, Chuck Norris lebt länger: Der Schauspieler und ehemalige Karate-Weltmeister wird heute 75 Jahre alt. Als Zielscheibe der Chuck Norris-Fakten muss er trotz fortgeschrittenen Alters noch einiges einstecken können.

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In seinem jüngsten Film "The Expendables 2" erzählt Chuck Norris einen Chuck Norris-Witz. Wie der geht, lesen Sie in der Bildergalerie. (Bild: Keystone)

In seinem jüngsten Film "The Expendables 2" erzählt Chuck Norris einen Chuck Norris-Witz. Wie der geht, lesen Sie in der Bildergalerie. (Bild: Keystone)

Chuck Norris ist vieles, von Karate-Weltmeister über Texas Ranger bis hin zu Verfechter des Waffenrechts und erzkonservativer Kolumnist. Und er ist Zielscheibe der wohl berühmtesten Faktenreihe der Welt. Tausende Sprüche, welche die Stärke und Männlichkeit von Chuck Norris auf die Schippe nehmen, kursieren im Netz. Und darum feiert Chuck Norris heute eigentlich auch nicht Geburtstag. Der Geburtstag feiert ihn.


Der Haudegen nimmt die Blödeleien gelassen hin. Auf diese Weise habe er zumindest junge Fans in aller Welt, sagt er. Auch einen Lieblingswitz hat Chuck Norris. Es war der erste, den er 2006 über sich hörte. Und der geht so: "Sie wollten Chuck Norris auf Mount Rushmore abbilden, aber der Granitfels war nicht hart genug für seinen Bart."

Los geht's mit ein paar Klassiker: "Chuck Norris ist der Einzige, der die Zeit wirklich totschlagen kann." (Bild: Keystone)
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"Chuck Norris kann Zwiebeln zum Weinen bringen." (Bild: Keystone)
"Die Zeit läuft, weil sie vor Chuck Norris fliehen will." (Bild: Keystone)
Im Film "The Expandables 2" macht sogar Chuck Norris einen Chuck Norris-Witz. Silvester Stallone sagt: "Angeblich wurdest du von einer Königskobra gebissen." Darauf Norris: "Ja wurde ich. Aber nach fünf grausamen Tagen qualvoller Schmerzen ist die Kobra gestorben." (Bild: Keystone)
"Wenn Chuck Norris Liegestütze macht, stützt er sich nicht ab, er drückt die Erde nach unten." Kein Witz: So lobte der republikanische Politiker Mike Huckabee den Schauspieler, der 2008 für ihn in den Wahlkampf ging. (Bild: Keystone)
"Chuck Norris hat den Roadrunner gefangen." (Bild: Keystone)
"Chuck Norris isst keinen Honig, er kaut Bienen." (Bild: Keystone)
"Chuck Norris hat bis Unendlich gezählt. Zwei mal." (Bild: Keystone)
"Als Gott sprach: 'Es werde Licht', antwortete Chuck Norris: 'Sag bitte.'" (Bild: Keystone)
"Warum schläft Chuck Norris immer mit Licht? Weil sich die Dunkelheit vor ihm fürchtet." (Bild: Keystone)
"Chuck Norris hat das Tote Meer erschossen." (Bild: Keystone)
"Einige Leute tragen Superman-Schlafanzüge. Superman trägt einen Chuck-Norris-Pyjama." (Bild: Keystone)
"Chuck Norris hat als Kind auch Sandburgen gebaut. Wir kennen sie heute als Pyramiden." (Bild: Keystone)
"Das einzige Mal, als Chuck Norris sich irrte, war, als er dachte, er hätte sich geirrt." (Bild: Keystone)
"Chuck Norris war Kamikaze-Pilot. Zwölf mal." (Bild: Keystone)
Chuck Norris selbst hat Ende Februar seinen Lieblingswitz erraten. Es soll der erste gewesen sein, den er je gehört hat: "Sie wollten Chuck Norris auf Mount Rushmore abbilden, aber der Granitfels war nicht hart genug für seinen Bart." (Bild: Keystone)

Los geht's mit ein paar Klassiker: "Chuck Norris ist der Einzige, der die Zeit wirklich totschlagen kann." (Bild: Keystone)


Viele Fans trotz wenig Talent

Mit seinen "Harte Kerle"-Vorbildern Clint Eastwood und Charles Bronson konnte Norris nicht mithalten. Als Schauspieler wurde er nie richtig ernst genommen, Filme mit Titeln wie "Der Bulldozer", "Kalte Wut" oder "Die Feuerwalze" halfen auch nicht. Doch als Action-Star, der meist als guter Held und oft in Polizeiuniform gegen Bösewichte kämpft, hat Norris eine eingeschworene Fangemeinde. Das verdankt er vor allem seiner Rolle als Gesetzeshüter Cordell Walker, den er 1993 bis 2001 in der TV-Serie "Walker, Texas Ranger" spielte.

In Korea abgehärtet
Norris war lange vor dem Leinwanderfolg Karate-Weltmeister im Mittelgewicht, einen Titel, den er von 1968 bis zu seinem Abschied vom Profi-Kampfsport sechs Jahre lang erfolgreich verteidigte. Dabei sei er als Kind "extrem schüchtern" gewesen, sagt er. Seine streng religiöse Mutter im ländlichen Oklahoma hatte ihn nach einem befreundeten Priester, Carlos Ray, benannt. Der Vater hatte die Familie früh verlassen.

Stärke und Selbstbewusstsein habe er erst als Soldat in Korea gelernt, wo er die Karate-Variante Tang Soo Do entdeckte. In den 60er-Jahren schlug sich Norris in den USA als Kampfsportlehrer durch, sammelte Trophäen und schwarze Gürtel. Sein Kampfsport-Freund Bruce Lee und Steve McQueen, der zu Norris' prominenten Karate-Schülern zählte, bahnten ihm in Hollywood den Weg.

Knallharter Kreationist
Dort ist er mit seinen ultra-konservativen Ansichten, die er auch als Kolumnist auf der Webseite World Net Daily verbreitet, ein Einzelkämpfer. Eines der grössten Probleme in Amerika sei das liberale Schulsystem, lamentierte Norris unlängst auf einer Tagung der Religiösen Rechten.

Lehrer würden den Kindern die Evolutionslehre beibringen und sie damit einer Gehirnwäsche unterziehen, so dass sie nicht an Gott glauben, sagt der fünffache Vater. Etwas seltsame Ansichten, die der Schauspieler vertritt. Aber vielleicht weiss einfach nur er die Wahrheit: Chuck Norris ist die Evolution. (sda/jmw)

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