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Chinesen testen Drohnen-Taxis

Eine chinesische Firma hat eine Drohne entwickelt, die Passagiere autonom durch die Luft transportieren kann. In Nevada werden derzeit erste Testflüge absolviert.
Adrian Lobe
Das Drohnen-Taxi. (Bild: pd)

Das Drohnen-Taxi. (Bild: pd)

Drohnen erleben einen Boom. Im Januar hat die chinesische Firma Ehang auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas eine Drohne vorgestellt, die einen Passagier transportieren kann. Das 200 Kilogramm schwere Fluggerät 184 AAV sieht aus wie ein Mini-Helikopter, an der Kabine sind vier Ausleger mit zwei Rotoren befestigt. Die Rotorarme sind einklappbar, sodass der Octocopter auf einen normalen Parkplatz passt.

Der Passagier muss nur das Ziel auf einem Touchscreen eingeben, alles andere – Routenberechnung, Flug, Start und Landung – erledigt die Drohne dank Sensoren und Computersteuerung von ganz allein. Nach Angaben des Herstellers besitzt die Drohne eine Reichweite von 32 Kilometern und kann eine Flughöhe von 3,5 Kilometern erreichen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h.

23-Minuten-Flug möglich

Die elektrisch betriebene Drohne ist in zwei Stunden voll aufgeladen, mit einer AkkuLadung sind 23 Minuten Flug möglich. Das reicht, um morgens über Staus und Ampeln hinweg zur Arbeit zu fliegen. Das Gerät soll zwischen 200 000 und 300 000 Dollar kosten, deutlich weniger als ein Helikopter.

Bislang diskutierte die Technikwelt nur über den Prototypen. Vergangene Woche erhielt Ehang nun vom Nevada Institute for Autonomous Systems eine Genehmigung für Testflüge. Der dünn besiedelte Wüstenstaat ist ein ideales Exerzierfeld. Ziel sei es, die Testergebnisse an die Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) weiterzuleiten, um eine Zulassung zu beantragen. Sobald diese vorliegt, will der chinesische Hersteller in die Massenproduktion einsteigen. Ähnlich wie Googles autonome Fahrzeuge könnte eine Octocopter-Flotte in einer Art öffentlicher Nahverkehr für die Luft Passagiere transportieren. «Ich sehne mich dem Tag entgegen, an dem Drohnen-Taxis Teil von Nevadas Transportsystem werden», sagte Institutsleiter Mark Barker dem «Las Vegas Review Journal». Die Drohne könnte im Verkehrswegenetz der USA eine Lücke für mittlere Distanzen zwischen 50 und 100 Kilometern schliessen, wo es abgesehen von wenigen Bus- und Zuglinien kaum eine Alternative gibt.

Pendlerzeiten reduzieren

Das Versprechen der Technologie ist denn auch, dass speziell in Entwicklungsländern der ländliche Raum näher an die Zentren herangeführt wird. Im urbanen Raum könnten zudem die Pendlerzeiten signifikant reduziert werden. In den USA müssten für eine Flugerlaubnis aber erst die strengen Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Fraglich ist, ob der autonome Octocopter den Sicherheitsvorschriften genügt. Der Autopilot lässt sich nicht abschalten, das heisst, der Passagier kann in brenzligen Situationen das Fluggerät nicht manuell steuern.

Die Frage ist auch, ob es in dem ohnehin schon überfüllten Luftraum noch Platz für Drohnen-Taxis gibt. Tesla-Chef Elon Musk und Google-Mitgründer Larry Page finanzieren zudem Projekte zur Entwicklung fliegender Autos. Pages Vision ist ein elektrischer Zweisitzer, der senkrecht starten und landen kann.

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