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CD-KAUF: SVP-Glarners Unterstützung für Büezer-Rocker Gölä

Mit seinen Aussagen über die angeblich linke Schweiz und Kritik an der EU hat sich Büezer-Rocker Gölä bei vielen in die Nesseln gesetzt. Jetzt erhält er Unterstützung von SVP-Asylchef Andreas Glarner - in Form von CD-Käufen.
Zwei vom selben Schlag: SVP-Nationalrat Andreas Glarner (links) und Mundart-Rocker Gölä. (Bild: Keystone)

Zwei vom selben Schlag: SVP-Nationalrat Andreas Glarner (links) und Mundart-Rocker Gölä. (Bild: Keystone)

"Brüssel? Das geht mir am Arsch vorbei." Das sagte Gölä anlässlich der Vorstellung seines neuen Albums in einem Interview mit dem St.Galler Tagblatt. Bereits zuvor hatte er in diversen Zeitungen, insbesondere im "Sonntagsblick", gegen die angeblich linke Schweiz vom Leder gezogen. Tenor: Der Staat verhätschele Sozialfälle, während er dem hart arbeitenden Bürger das Geld aus der Tasche ziehe.

Glarner verschenkt Gölä-CDs
Insbesondere auch in den Sozialen Medien stiessen Göläs Aussagen auf teils heftige Kritik - vor allem in linken Kreisen. Nun hat sich auf Facebook auch der Aargauer Nationalrat Andreas Glarner, seines Zeichens Gemeindeammann von Oberwil-Lieli und Asylchef der SVP, zu Wort gemeldet. "Habe heute zehn Stück der neuen CD von Gölä bestellt und werde diese verschenken", schreibt Glarner auf Facebook. Und er liefert die Begründung für die Bestellung und das Verschenken der CD gleich mit: "Ich möchte kompensieren helfen, falls jetzt linke Genossen seine CD nicht kaufen."

Glarners Sympathie für den Büezer-Rocker Gölä ist durchaus verständlich. Der Aargauer Politiker vertritt offensichtlich nicht nur die gleichen politischen Ideale wie der Berner Musiker - Glarner stand wegen gewisser Aussagen ebenfalls schon öffentlich am Pranger. Unter anderem hatte der SVP-Asylchef schon gefordert, die Schweiz müsse ihre Grenzen mit Stacheldraht sichern. Und er lehnt die Aufnahme von Asylbewerbern in seiner Gemeinde Oberwil-Lieli kategorisch ab.

"Gölä hat total recht"
Hunderte von Menschen haben Andreas Glarners Beitrag innert weniger Stunden bereits geliked. Zudem gingen bis am frühen Freitagabend schon mehr als 100 Kommentare zum Thema ein. Die Palette der Reaktionen ist breit - sie reicht von "Möchte auch eine [CD, Anm. d. Red.]. Die schmeisse ich in den Müll!" bis zu "Gölä hat total recht, und ich finde diese Aktion cool."

Wie hoch Göläs neues Werk in den Charts einsteigen wird, ist noch unklar. Fest steht hingegen eins: Welchen Hitparadenplatz auch immer Göläs "Stärne" erobern werden - Andreas Glarner hat einen kleinen Teil dazu beigetragen. (dwa)

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