Caminadas gastronomische Pläne in Bad Ragaz

Als die Verantwortlichen des Grand Resort Bad Ragaz im Sommer meldeten, dass der Spitzenkoch Andreas Caminada vom Schloss Schauenstein in Fürstenau GR per Ende Jahr die «Äbtestube» übernehmen werde, hielten sie sich mit Details zurück.

Beda Hanimann
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Als die Verantwortlichen des Grand Resort Bad Ragaz im Sommer meldeten, dass der Spitzenkoch Andreas Caminada vom Schloss Schauenstein in Fürstenau GR per Ende Jahr die «Äbtestube» übernehmen werde, hielten sie sich mit Details zurück. Jetzt heben sie die Deckel und lassen in die Töpfe gucken – wenigstens ein bisschen.

Zeit und Essen teilen

Caminadas Konzept für Bad Ragaz steht unter dem Motto «Teilen von Zeit, Kulinarik und Genuss», wie es in einer Mitteilung heisst. «Wir wollen die Menschen zusammen an den Tisch bringen: Bewusst gemeinsam essen, sich austauschen, diskutieren und auch wieder die gleichen Gerichte und Speisen geniessen», wird Caminada zitiert.

Tavolata auf höchstem Niveau

Das Konzept ist also auch eine Abkehr von der klassischen Menufolge mit je einem Gericht pro Gang und Person. Ein Menu besteht aus 14 bis 18 Gerichten für die Tischrunde. Das sieht nach unkomplizierter Tavolata aus, ein Novum sicher in der Spitzengastronomie. Es ist aber auch ein «Back to the roots», denn genau das ist das Urmuster jeder Beiz: das Teilen, das Miteinander, der Austausch. Mit Caminada wird es ein «Back to the roots» auf höchstem kulinarischen Niveau sein. Aus der «Äbtestube» wird mit dem neuen Konzept das «Igniv», was in Caminadas Bündner Heimat «Nest» bedeutet. Resort-CEO Peter P. Tschirky sieht darin ein «Sinnbild für Wohlfühlmomente mit der Familie, mit Freunden oder einfach gut tuenden Menschen».

Gebürtiger St. Galler als Chef

Enttäuscht werden jene weiblichen Fans sein, die das Schloss Schauenstein vorab wegen der Aura des Kochs besucht haben. Sie werden weiterhin die Reise ins Domleschg antreten müssen. Denn in Bad Ragaz wird quasi als kulinarischer Statthalter Caminadas langjähriger Mitarbeiter Silvio Germann amten. Für den «Igniv»-Küchenchef ist es ein kleines bisschen eine Heimkehr ins Sanktgallische: Der Luzerner, der seit drei Jahren bei Caminada arbeitet, ist 1989 in Muolen zur Welt gekommen.

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