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Bud Spencer: Kein Schauspieler, ein Tausendsassa

Als phlegmatischer und gutmütiger Haudrauf in Actionkomödien gelangte er zu Weltruhm: Bud Spencer, der mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli hiess, war für viele ein Held der Kindheit. Nun ist der Italiener, der auch Schwimmer, Komponist und Politiker war, tot.
Bud Spencer im Jahr 2007. (Bild: Keystone)

Bud Spencer im Jahr 2007. (Bild: Keystone)

Keiner konnte so zuschlagen wie Bud Spencer. In zahlreichen Spaghetti-Western avancierte der Italiener zum Publikumsliebling. Mit Streifen wie "Vier Fäuste für ein Halleluja", "Die rechte und die linke Hand des Teufels" oder "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" lockte er seit den 1960er-Jahren Fans ins Kino.



Bud Spencer wurde als Carlo Pedersoli am 31. Oktober 1929 als Fabrikantensohn in Neapel geboren. Zur Schauspielerei kam er über Unwege. Pedersoli erwies sich zunächst als begabter Schüler und dann als ausgezeichneter Schwimmer. In den 1950er-Jahren war er mehrfacher italienischer Schwimmmeister und schwamm als erster Italiener die 100-Meter-Strecke unter einer Minute. 1956 nahm er an den Olympischen Spielen in Melbourne teil. Vier Jahre später gab er seine Profikarriere auf.

Zur Schauspielerei kam er durch einen Zufall. Der Regisseur Giuseppe Colizzi suchte für seinen Film "Gott vergibt... Django nie!" einen "dicken Brocken". Es folgten zahlreiche ähnliche Streifen. Die Kultfigur Bud Spencer wurde geboren.



In mehr als 120 Filmen trat Spencer im Verlauf seiner Karriere auf. Legendär wurden seine Streifen mit Filmpartner Terence Hill. 16 Filme hat das Duo insgesamt gedreht. Dementsprechend traurig äussert er sich über den Tod Spencers. "Ich habe meinen liebsten Freund verloren. Ich bin erschüttert", soll Hill laut dem italienischen Magazin Corriere della Sera gesagt haben.



Trotz des Erfolgs machte Bud Spencer sich über das, was er tat, keine Illusionen. "Sogar ein Schimpanse könnte so Schauspieler werden", sagte er einmal über seine Karriere. Angeblich hat er nie Schauspielunterricht genommen. "Mir genügen 40, 50 Worte, um einen ganzen Film zu bestreiten."

Bud Spencer war ein Tausendsassa, machte sich auch als Sänger, Komponist, Modedesigner und Drehbuchautor einen Namen. Vor zehn Jahren dann folgte ein wenig erfolgreicher Ausflug in die Politik. Spencer kandidierte bei den italienischen Regionalwahlen für ein Regierungsamt in der römischen Region Latium. Im Jahr 2011 erschien Spencers Autobiografie "Mein Leben, meine Filme". Die Biografie avancierte - wie so vieles in Bud Spencer Leben - zum Beststeller.

"Er hat nicht gelitten, er hatte uns alle bei sich und sein letztes Wort war 'Danke'", sagte sein Sohn Giuseppe Pedersoli am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa. Bud Spencer ist im Alter von 86 Jahren gestorben. (red.)



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