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Bestätigte Klischees

Über 20 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr nach Mailand gereist, um sich dort an der Expo Milano umzusehen. Ein riesiger Publikumserfolg. Aller Herren Länder dieser Welt hatten einen grossen oder kleineren, originellen oder wenigstens herzigen Pavillon aufgestellt.
Bruno Knellwolf
Bild: Bruno Knellwolf

Bild: Bruno Knellwolf

Über 20 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr nach Mailand gereist, um sich dort an der Expo Milano umzusehen. Ein riesiger Publikumserfolg. Aller Herren Länder dieser Welt hatten einen grossen oder kleineren, originellen oder wenigstens herzigen Pavillon aufgestellt. Ernährung war das Thema, einem italienischen Klischee entsprechend. An Verpflegungsmöglichkeiten fehlte es denn auch nicht und noch weniger an einem guten Tropfen. Ein anderes Italien-Klischee war schon im Vorfeld der sechsmonatigen Weltausstellung zur Diskussion gestanden: Mafia. Beteiligte Baufirmen wurden verdächtigt, in den Fängen organisierter Kriminalität zu sein. Eine Antimafia-Direktion wurde deshalb eingesetzt, die dann tatsächlich Güter beschlagnahmte, weil beim Bau des chinesischen Pavillons und jenem von Ecuador die 'Ndrangheta-Clans ihre Finger im Spiel gehabt haben sollen.

Tempi passati. Grosse Teile des Geländes sind inzwischen wieder geräumt, die meisten Pavillons abgeräumt. Stehen bleibt der grosse italienische Pavillon, der zum Forschungszentrum werden soll. Fragen zu Alzheimer sowie auch zur Ernährung sollen dort beantwortet werden. Zudem nutzen die Italiener den britischen Brexit und geben der Europäischen Arzneimittelagentur eine Chance, von der britischen Insel wegzukommen und in Mailand eine neue Heimat zu finden. Soll einer sagen, eine Expo sei nicht nachhaltig. Man muss sie nur wagen, nicht wie bei uns.

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