Bei Fifa 17 pfeift sogar das Publikum

Der St. Galler Goalie Daniel Lopar verzögert im Spiel gegen die Berner Young Boys den Abstoss, er wartet und wartet. Solange bis das Publikum zu pfeifen beginnt. Nicht im Fussballstadion, sondern im neuen Game «Fifa 17».

Bruno Knellwolf
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Heikle Szene vor dem Tor der Young Boys im Spiel gegen den FC St. Gallen. Nicht im Stadion – im Game Fifa 17. (Bild: Bruno Knellwolf)

Heikle Szene vor dem Tor der Young Boys im Spiel gegen den FC St. Gallen. Nicht im Stadion – im Game Fifa 17. (Bild: Bruno Knellwolf)

Der St. Galler Goalie Daniel Lopar verzögert im Spiel gegen die Berner Young Boys den Abstoss, er wartet und wartet. Solange bis das Publikum zu pfeifen beginnt. Nicht im Fussballstadion, sondern im neuen Game «Fifa 17». Der Berner trafen an diesem Wochenende nicht nur real im Stade de Suisse auf die Ostschweizer, sondern auch auf der Playstation 4. Denn schiebt man in die PS4 die neue «Fifa-17-Disk», empfiehlt die Spielkonsole gleich dieses Spiel virtuell doch vorauszuspielen. Allerdings nur, wenn man schon bei Fifa 16 den FC St. Gallen als Lieblingsklub bezeichnet hat.

Die PS4 ist online und damit immer informiert, welche Partien in den Fussballligen dieser Welt gerade anstehen. Schiebt man die Fifa-17-Disk zum ersten Mal in den Schlitz, lädt das Game allerdings kein einheimischer Match, sondern «The Emirate FA Cup», in dem Chelsea auf Manchester United trifft. Dann palavern die beiden Reporter über das 4:5:1-System von Manu und freuen sich über «Ibacadabra», über Ibrahimovics Kunstschüsse. Danach fragt das Game nach dem Lieblingsklub in der Premier League. Wählt man Arsenal, bekommt man sofort eine rührende Geschichte des Knaben Alex Hunter serviert, der beim Londoner Verein Profi werden will.

Doch zurück zum Spiel. Die Young Boys und St. Gallen trennen sich auf der PS4 im ersten Spiel mit dem neuen Game 0:0. Fifa 17 ist noch realistischer geworden, die Spieler sind noch leichter erkennbar. Die Bilder wirken noch authentischer, weil eine neue Grafik eingesetzt wird, welche die Lichtverhältnisse besser spiegelt. Zudem gibt es natürlich auch wieder einige Neuerungen in der Spieltechnik. Beim Eckball zum Beispiel lässt sich jetzt genauer zielen und die Kraft des Schusses einstellen, zudem kann ein virtueller Spieler den Pass anfordern und die Spieler können beim Eckball ausgewechselt werden. Das alles braucht wieder etwas Übung, so dass die Distanz zwischen «Profi-Spielern» und Anfängern an der PS4 noch grösser werden wird. Generell ist das Spiel eher langsamer geworden, weil die Pässe genauer gespielt werden müssen als bei Fifa 16. Das Game ist damit näher an den realen Spielsituationen und fordert einen richtigen Spielaufbau im Mittelfeld und weniger Kick & Rush.

Auch auf den Tribünen ist noch mehr los wie auch bei der Trainerbank, so dass man sich wie in einem Livespiel fühlt.

Fifa 17, EA, für Playstation 4