Bei der Jugend ansetzen

Kolleginnen und Kollegen sind in der Pubertät oft entscheidend, wenn es um das Rauchen geht. Gibt es da eine Möglichkeit einzugreifen? Da gebe es verschiedene Optionen.

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Kolleginnen und Kollegen sind in der Pubertät oft entscheidend, wenn es um das Rauchen geht. Gibt es da eine Möglichkeit einzugreifen? Da gebe es verschiedene Optionen. Gaudenz Bachmann erwähnt ein Modell, in dem die Leader von Peer-Gruppen gesucht werden, die andere bestärken, nicht mit dem Rauchen zu beginnen. «Die Lungenliga St. Gallen hat ein spezielles Präventionsprogramm <Geködert> entwickelt, das sich in der Prävention für Kinder der 5. und 6. Primarklasse eignet. Zusätzlich hat die Lungenliga auch das Präventionsprogramm <Rauchfreie Lehre> entwickelt, das diesen Effekt der Peer-Gruppen mit einbezieht», sagt Jürg Barben.

Trotzdem ist der Einfluss der Eltern nicht zu vernachlässigen. Die Vorbildfunktion der Eltern sei ein wesentlicher Aspekt, sagt Bachmann. Kinder rauchender Eltern sind gefährdeter. Der Suchtmittelkonsum müsse in der Familie angesprochen werden, es gebe Eltern, die aber lieber wegschauten. Einigen Eltern sei nicht klar, dass der Tabak oft der Einstieg für weitere Suchtmittel sei, glaubt Bachmann. «Die beste Prävention ist aber, wenn man starke und gesunde Persönlichkeiten erzieht. Es wäre naiv, sich vorzustellen, dass nur das süchtig machende Potenzial des Tabaks der Auslöser und das Problem ist. Da gibt es verschiedene Faktoren bei der Entwicklung eines Jugendlichen, die förderlich sein können, mit dem Rauchen zu beginnen», sagt Bachmann. (Kn.)