Bei der Geburt gestorben

Anna-Luise starb bereits zweieinhalb Stunden, nachdem sie auf die Welt gekommen war. Ihre Mutter Vera Rösch hat ein Erinnerungsbuch geschrieben, für sich selbst und für Eltern mit dem gleichen Schicksal.

Martin Preisser
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Die Romanshornerin Vera Rösch hat ein Buch geschrieben, das Eltern bei der Trauer um ihr Kind unterstützt. (Bild: Ralph Ribi)

Die Romanshornerin Vera Rösch hat ein Buch geschrieben, das Eltern bei der Trauer um ihr Kind unterstützt. (Bild: Ralph Ribi)

Sieben von tausend Kindern überleben in der Schweiz die erste Woche nach der Geburt nicht. Wie Anna-Luise Rösch, die sterben musste, weil ihre Mutter am lebensbedrohenden Hellp-Syndrom erkrankt war. Inzwischen ist Vera Rösch, eine katholische Theologin, Mutter von drei weiteren Töchtern. In ihrem Erinnerungsbuch «Verbunden für immer» zeigt sie Wege auf, wie man die Trauer um eine verlorenes Kind gestalten und ins Leben integrieren kann. Eine bewusste Trauerkultur und Sterbebegleitung für Kinder, die vor, während oder nach der Geburt gestorben sind, gab es nicht immer. Früher wurden Babies einfach entsorgt. Zeit und Raum für den Abschied zu geben, das wird auch am Ostschweizer Kinderspital heute intensiv gepflegt. Abschied nehmen mit bewusst gestalteten Ritualen und in Gemeinschaft: Die geteilte Erfahrung der Trauer könne hilfreich sein, sagt die Seelsorgerin am Kinderspital, Brigitte Unholz.

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