Aufgeheizte Häuser

Klimatologen sagen mehr Hitzewellen voraus – vor allem in Städten. Darauf müssten die Architekten eine Antwort haben. ETH-Professor Arno Schlüter erklärt, was bei der Planung berücksichtigt werden muss, wenn es immer wärmer wird.

Bruno Knellwolf
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Diese «Adaptive Solar Facade» aus individuellen Modulen wurde am ETH House of Natural Resources montiert. (Bild: ETHZ)

Diese «Adaptive Solar Facade» aus individuellen Modulen wurde am ETH House of Natural Resources montiert. (Bild: ETHZ)

Manch einem ist es diesen Sommer zu heiss geworden. Und haben die Klimaforscher recht, müssen wir uns in den nächsten Jahrzehnten auf häufigere Hitzewellen einstellen. Vor allem in den Städten soll es nach ETH-Professor Christoph Schär heisser werden, weil diese durch Beton und Asphalt verdichteten Orte Wärmeinseln sind.

Das muss die Architekten auf den Plan rufen. Wie baut man Häuser, die eine Antwort auf die klimatischen Veränderungen haben? In jedem Haus eine Klimaanlage zu installieren, kann in Zeiten der angestrebten Energiewende keine Lösung sein.

Noch werde das in der Planung zu wenig berücksichtigt, sagt Arno Schlüter, Professor für Architektur und nachhaltige Gebäudesysteme an der ETH Zürich. Er selbst forscht an einer anpassungsfähigen Fassade, die Strom produzieren und den Lichteinfall und somit die Wärmebildung regulieren kann. «Wir haben hierzu gerade einen neuen Prototyp am <ETH House of Natural Resources> eingebaut.» Das kürzlich eröffnete «ETH House» ist ein innovatives Bürogebäude und zugleich ein Forschungslabor für nachhaltiges Bauen mit Laubholz.

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