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«Aufgeben ist nicht mein Ding!»

Beim Eurovision Songcontest scheiterte der Exil-Wiler Michael Hasenfratz. Für ihn kein Grund zur Resignation: Diesen Samstag steht er in der neuen Pop-Schlager-Show «Hello Again!» auf der Bühne und buhlt um die Gunst des Publikums.
Janine Meyer
Behält den Kopf oben: Michael Hasenfratz. (Bild: pd)

Behält den Kopf oben: Michael Hasenfratz. (Bild: pd)

Woran denken Sie, wenn Sie an Schlager denken? An Lieder mit schwülstigen Texten und schmalztriefenden Melodien, an ein schunkelndes, angestaubtes Publikum, an Sänger in eigenwilliger Bekleidung und an wippende Föhnfrisuren? Fünf Schweizer Newcomer, darunter der 28jährige Ostschweizer Michael Hasenfratz, zeigen am kommenden Samstag in der Bodenseearena Kreuzlingen, dass es auch anders geht. In der Pop-Schlager-Show «Hello Again!», moderiert von Roman Kilchsperger, wetteifern sie um die Gunst des Publikums – und um 20 000 Franken.

Neu interpretierte Evergreens

«Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit», weiss eine Redensart zu berichten. Der Exil-Wiler und Wahl-Berliner Michael Hasenfratz kann davon buchstäblich ein Lied singen – schliesslich haben ihm jahrelanges Stimmtraining und kontinuierliches Üben einen grossen Auftritt beschert: Er wurde vom SRF auserkoren, eines der fünf Nachwuchstalente zu sein, die diesen Samstag in der Show von Roman Kilchsperger auftreten und den Schlager feiern.

Die Newcomer werden Evergreens neu interpretieren, das Publikum entscheidet nach einer ersten Runde, welche drei Kandidaten in den Final einziehen und um die Siegesprämie singen dürfen. Welche beiden Lieder für Michael Hasenfratz vorgesehen sind, darf er nicht verraten. Mit der Auswahl ist er aber zufrieden und meint: «Die Lieder passen sehr gut zu mir.»

«Sini Wält»: Die Musik

Ob er teilnehmen wolle, hat man Michael Hasenfratz nach dem Vorentscheid für den Eurovision Songcontest (ESC) gefragt. Letzten November war er mit dem selbstgeschriebenen Mundartlied «Dini Wält» zum Wettbewerb angetreten, für den Sieg hatte es damals nicht gereicht. Eigentlich ist er aber auch ganz erleichtert, dass er damals nicht weitergekommen ist. Insbesondere das Pendeln zwischen seiner Wahlheimat Berlin und Zürich wäre zeitintensiv geworden. Diese Zeit nutzt er heute für die Arbeit an seiner ersten CD, daneben ist er als Stimmbildner sowie im Theater tätig. «Natürlich war ich erst einmal enttäuscht, als ich hörte, dass es für den Eurovision Songcontest nicht gereicht hat. Damit ist mein Traum von der Musik aber noch lange nicht gestorben. Aufgeben ist eben nicht so mein Ding!», erklärt der Ostschweizer seinen Elan.

Als die Anfrage für die SRF-Show «Hello Again!» kam, hat er denn auch nicht gezögert: «Ich hab mich riesig gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich mitmachen will. Dass ich bei 150 Einreichungen am ESC in Erinnerung blieb, ist schliesslich schon eine Auszeichnung.» Er habe zwar nicht gewusst, was ihn erwarte, da das Sendeformat neu ist, aber er habe sich entschlossen, mutig zu sein und sich darauf einzulassen. Sein Mut hat sich gelohnt, beim Casting hat der Ostschweizer überzeugt – und wird diesen Samstag auf der Bühne stehen, auf der am selben Abend auch Schlagerstars wie Udo Jürgens, Trauffer und Michelle auftreten werden.

Das Sahnehäubchen

Die Proben im grossen Fernsehstudio und das Arbeiten auf hohem professionellen Niveau hätten ihm grossen Spass gemacht, schwärmt der Ostschweizer und fügt schmunzelnd an: «Ich hoffe natürlich, dass das nicht das letzte Mal gewesen ist.»

Nächsten Samstag wird sich zeigen, welche drei Newcomer in den Final einziehen – und für wen das Publikum sich am Ende entscheidet. Michael Hasenfratz geht es in erster Linie aber gar nicht so fest um den Sieg, vielmehr geht es ihm darum, eine einmalige Chance wahrzunehmen: «Der Finaleinzug – oder gar der Sieg – wär so was wie das Sahnehäubchen auf einer eh schon supertollen Torte!»

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