Auf das Pop-Jahr der Frauen folgt viel musikalisches Testosteron

Katja Fischer De Santi
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Popmusik 2016 war das Pop-Jahr der Frauen. Taylor Swift hat am meisten verdient. Über Adele wurde am meisten geschrieben, und dann waren da noch Beyonce, Kate Tempest, Alicia Keys, Rihanna und M.I.A. Sie alle haben wichtige Alben vorgelegt, die sich mit Sexismus und Rassismus und der Überdrehtheit unserer Gesellschaft auseinandersetzten. Ob diese Frauenpower im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet? Wohl eher nicht. Auf der Veröffentlichungsliste fürs 2017 geht es äusserst testosteronhaltig zu und her. Depeche Mode, The Flaming Lips, Bad Religion, Deep Purple und auf Schweizer Seite Gotthard und Krokus haben neue Alben in Arbeit. Und der Rag’n’Bone Man wird nach seinem Superhit «Human» 2017 endgültig zum Superstar. Ungeschlagen bleibt aber auch 2017 vor allem eine: Helene Fischer, die gleich viermal in Zürich auftritt. Zum Glück gibt es da noch Billie ­Eilish. Sie ist erst 14 Jahre alt, aber wer ihren Song «Ocean Eyes» schon gehört hat, wird sie nicht mehr vergessen.

Katja Fischer De Santi