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Auch auf dem Klo verbunden

Randnotiz
Martin Preisser

In Bürotrakten, Bahnhöfen oder in Restaurants sieht man es immer öfter. Männer ziehen sich mit dem Handy in der Hand aufs stille Örtchen zurück. Wie in längst vergangenen Zeiten mit der Zeitung oder dem Krimi. Heutzutage will Mann verbunden bleiben und auch in der engen Kabine keine Whatsapp oder eine spontane Einladung zu einem aufregenden Date verpassen. Obwohl es ja auf WCs, meist in Kellern oder fensterlosen Räumen, mit der WLAN-Verbindung recht oft ziemlich hapert.

Die Angst, etwas Entscheidendes draussen in der ­­ Welt zu verpassen, muss inzwischen riesengross sein.­Vielleicht hat das Handy in der Hand auf dem Weg in die Kabine aber auch einen ganz einfachen Grund: Die Gefahr, dass es in die Schüssel rutscht, ist sicher geringer, als wenn das Smartphone wenig stabil in der hinteren Hosentasche steckt.

Handys mit aufs Männerklo, ein Trend, den sich auch die App-Industrie zunutze machen könnte. Warum nicht mit einer App auf dem stillen Örtchen über richtige Ernährung nachdenken, direkt am Ort des Geschehens über die verstopfenden Folgen der bei vielen Männern oft einseitigen Kost informiert werden? Da hätte das Handy auf dem Klo plötzlich sogar noch einen mittelfristig abführenden Effekt, wenn es den Mann, natürlich mit lustiger Animation, zu ballaststoffreicherem Essen einladen würde.

Martin Preisser

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