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ARCHITEKTUR: Smart Homes und Wohnsilos

Wie wohnen wir heute und wie wird die Digitalisierung das Wohnen verändern? Diese und weitere Fragen thematisiert das Architektur Forum Ostschweiz ab kommendem Montag – und in neuem Format.
Nina Rudnicki
Beispiel: Umbau Bauernhaus am Zürichsee (Käferstein + Meister Architekten). (Bild: Foto: PD/Jürgen Beck)

Beispiel: Umbau Bauernhaus am Zürichsee (Käferstein + Meister Architekten). (Bild: Foto: PD/Jürgen Beck)

Nina Rudnicki

ostschweizerkultur@tagblatt.ch

Patchworkfamilien, Generationenwohnprojekte, Businessnomaden und Menschen in der dritten Lebensphase: Alle diese Themen sollen an den einmal monatlich stattfindenden Montagabenden des Architektur Forums Ostschweiz einen Platz finden. «Wohnen hat in unserer ­Gesellschaft einen hohen Stellenwert», sagt Sabine Hutter vom Architektur Forum. «Daher hoffen wir, dass sich nebst Fachleuten auch ein breiteres Publikum für unser Jahresthema interessiert und sich in die Diskussion einbringt.»

Anders als in den Vorjahren soll der Schwerpunkt aber nicht mehr nur ein Fachreferat sein. Viel mehr soll der Fokus auf die Diskussion und den Austausch zwischen den Gästen und den Experten aus Architektur, Soziologie, Philosophie, Kunst, Politik und Wirtschaft gelegt werden. Daher hat das Architektur Forum erstmals professionelle Moderatoren engagiert wie etwa Barbara Bleisch von der SRF-Sendung «Sternstunde Philosophie». «Davon erhoffen wir uns eine vertiefte Diskussion über die Grenzen der verschiedenen Fachbereiche hinweg», sagt Johanna Deinet. Die beiden Organisatorinnen haben in Zusammenarbeit mit dem Vorstand das neue Konzept für die Montagabende erarbeitet. «Wir wollen unsere Gäste dazu anregen, Architektur zu hinterfragen und sich mit Baukultur auseinanderzusetzen, gerade weil es sehr viele Abstimmungen über Bauvorlagen gibt», sagen sie. Am 5. Februar startet der erste Montagabend mit dem Thema «Wohnen – Eine Herleitung», an dem es um die Geschichte, eine Einführung und Theorien des Wohnens gehen wird.

Visionäre Wohnformen in der Diskussion

Im März wird dann der «Brennpunkt Ostschweiz» thematisiert. «Beide Abende eigenen sich, um in das Thema einzusteigen», sagt Johanna Deinet. Besonders spannend sei, dass es bei «Brennpunkt Ostschweiz» um raum­planerische Szenarien und Objekte in der Region gehen werde. Zudem sei mit dem Stadt­baumeister Hansueli Rechsteiner eine Person mit konkreter ­Position zu der Stadt St. Gallen vertreten.

Die beiden Organisatorinnen rechnen damit, dass gerade jene Abende, an denen es um visionäre Wohnformen und digitale Baukultur gehen wird, viele Personen ansprechen. «Die Möglichkeit des Wohnens in Smart Homes, in denen sich beispielsweise vieles über eine App steuern lässt, wird uns in Zukunft sowohl als Planer als auch als Bauherren beschäftigen», sagt Johanna Deinet. Spannend im Bezug auf raumplanerische Aspekte sind Wohnformen, die in ihrer Grössenordnung und Konzeption in der Schweiz kaum vertreten sind, wie etwa kilometerlange Wohnanlagen.

An die Montagabende eingeladen sind jeweils Architekten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Dänemark. Dabei soll es immer auch um den Innenraum von Wohnungen gehen. «Der Innenraum gehört zu den wichtigsten Aspekten von Wohnen. Wir werden auf einige interessante Beispiele eingehen, wie etwa auf moderne, aber authentisch umgebaute Bauernhäuser», sagt Johanna Deinet und Sabine Hutter ergänzt: «Wir hoffen, die Sichtweise der Architektur zu öffnen und um philosophische und gesellschaftspolitische Komponenten zu erweitern.»

Mo, 5.2., 19.30 Uhr. Wohnen, eine Herleitung. Barbara Bleisch diskutiert mit Ákos Moravánszky, Anna Jessen, Christoph Baumberger. Architektur Forum, Davidstrasse 40, St. Gallen.

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