Apfelsorte Alant wird Obstsorte des Jahres 2014

Eigentlich war die Apfelsorte Alant schon fast ausgestorben. Schade, denn dieser Apfel hat sich in Versuchen an der Agroscope Wädenswil als äusserst robust gegen den oft mit Antibiotika bekämpften Feuerbrand gezeigt und auch gegen die weltweit schlimmste Pilzkrankheit Schorf.

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Eigentlich war die Apfelsorte Alant schon fast ausgestorben. Schade, denn dieser Apfel hat sich in Versuchen an der Agroscope Wädenswil als äusserst robust gegen den oft mit Antibiotika bekämpften Feuerbrand gezeigt und auch gegen die weltweit schlimmste Pilzkrankheit Schorf. Nun ist der Tafelapfel Alant von der Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten Fructus im thurgauischen Ellighausen zur Schweizer Obstsorte des Jahres 2014 gekürt worden. Damit will Fructus dazu beitragen, dass seltene, alte und gegen Krankheiten robuste Obstsorten nicht verschwinden, sondern wieder angepflanzt werden.

Der 100jährige Ursprungsbaum der Sorte Alant stand im bernischen Gondiswil im Hof der Familie Nyffeler. Der Baum fiel im Jahr 2008 aber einem Sturm zum Opfer. Entdeckt und gerettet haben die Sorte Forscher aus Sortenrettungsprojekten des Bundes, die im Auftrag von Fructus am Agroscope in Wädenswil laufen. Darin werden über 2000 gesammelte Sorten geprüft und beschrieben.

So auch die Sorte Alant, welche die Nyffelers gemeldet hatten. In Wädenswil wurde die Sorte vermehrt auf die Feuerbrand-Resistenz geprüft. Auf die Impfung mit den Feuerbrand-Bakterien zeigte der Apfel kaum eine Reaktion. Der Apfel für den Eigengebrauch sowie für den Mostobstanbau auf Hochstammbäumen interessant ist zudem als Elternsorte für das Züchtungsprogramm von Agroscope zum Kronprinzen avanciert. In Wädenswil wurde Alant mit anderen Sorten gekreuzt, in der Hoffnung, dass er seine positiven Eigenschaften, besonders die Robustheit gegen Feuerbrand, an die nächste Generation weitervererbt. (Kn.)