Am Rand einer totalen Sonnenfinsternis

Über Jahrtausende haben Sonnenfinsternisse die Menschen in tiefe Angst versetzt. Auch heute noch ist es ein eindrucksvolles und seltenes Ereignis. Am 20. März ist es wieder so weit, allerdings befindet sich die Ostschweiz eher am Rand des Ereignisses. Das hat Folgen.

Rolf App
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Eine totale Sonnenfinsternis. (Bild: ap)

Eine totale Sonnenfinsternis. (Bild: ap)

Über Jahrtausende haben Sonnenfinsternisse die Menschen in tiefe Angst versetzt. Auch heute noch ist es ein eindrucksvolles und seltenes Ereignis. Am 20. März ist es wieder so weit, allerdings befindet sich die Ostschweiz eher am Rand des Ereignisses. Das hat Folgen.

Tag und Nacht: Es geht jetzt rasch dem Frühling entgegen. Das zeigt sich auch in der Tageslänge. Ging die Sonne gestern noch um 7.02 Uhr auf, so zeigt sie sich am Monatsende schon um 6.03 Uhr – oder, weil am 29. März auf Sommerzeit gewechselt wird, um 7.03 Uhr Sommerzeit. Gestern verschwand sie um 18.04 Uhr hinter dem Horizont, am 31. März ist es um 18.49 Uhr so weit – oder 19.49 Uhr Sommerzeit. Das heisst in der Summe: Wir gewinnen im März eindreiviertel Stunden an Tageslicht.

Mond: Nächsten Donnerstag ist Vollmond, dann schwindet die Mondsichel. Am 13. steht der Mond im Letzten Viertel, am 20. ist Neumond – der Moment für eine Sonnenfinsternis. Am 27. ist dann wieder das Erste Viertel erreicht.

Planeten: Venus steht auffällig am Abendhimmel, in der Nähe Mars, der allerdings nur recht schwach zu sehen ist. Dominierendes Gestirn am Nachthimmel bleibt Jupiter. Zur Standardbeobachtungszeit – 23 Uhr am Monatsbeginn, 22 Uhr am 15. und 21 Uhr (oder 22 Uhr Sommerzeit) am 31. März steht er im Süden beim Sternbild Krebs. Nach Mitternacht ist auch Saturn mit von der Partie.

Sterne: Ein Stück östlich vom Sternbild Krebs befindet sich der Löwe. Er ist das typische Frühlingssternbild. Im Südosten ist schon das sogenannte Frühlingsdreieck aufgegangen, mit Arktur im Sternbild Bootes, Spica in der Jungfrau und Regulus im Löwen.

Eine Sonnenfinsternis: Damit es zu einer Sonnenfinsternis kommt, muss der Mond präzis zwischen Erde und Sonne durchlaufen. Der Zufall will es, dass die Mondscheibe exakt genug gross ist, um die Sonne ganz verdecken zu können. Weil aber die Mondbahn um 5 Prozent zur scheinbaren Sonnenbahn geneigt verläuft, sind Sonnenfinsternisse seltene Ereignisse. Ausserdem wird die Sonne nur selten ganz verdeckt. In unseren Breiten war dies zuletzt am 11. August 1999 der Fall. Allerdings nur fast. Immerhin: Es ergoss sich fahles Licht über die Landschaft – ein unvergessenes Erlebnis. Das nächste Mal wird es am 3. September 2081 der Fall sein. Anderswo ist die Sonnenfinsternis vom 20. März total, nicht aber bei uns. Je nach Standort bedeckt der dunkle Neumond zwischen 60 und 80 Prozent der Sonne. In unseren Breiten liegt der Wert um die 70 Prozent. Zu beobachten ist das Ereignis zwischen 9.27 Uhr und 11.47 Uhr, mit dem Höhepunkt um 10.35 Uhr.

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